Demo gegen Brustkrebs in Berlin 2001


 

Die Frauen haben es satt, Krankheitssymptome einfach abzuschneiden. Sie fordern verbesserte Methoden bei Brustkrebs: "Fordern statt dulden!" Diashow...

Mittlerweile sind flächendeckende Brustkrebszentren und Vorsorgeuntersuchungen in Deutschland eingeführt worden. Ergebnis: Die Brustkrebshäufigkeit hat sich fast verdoppelt auf 78.000 Fälle pro Jahr (2015) und wesentlich mehr Brüste werden amputiert. Die Todesrate bleibt gleich.

Es ist sinnlos, Symptome zu bekämpfen. Bernd Joschko stellte auf der ESO-Messe in Berlin 1999 einen Fall von gelungener Spontanheilung bei Brustkrebs dar:

Die erste gezielte Brustkrebsauflösung erbrachte eine Synergetik Therapeutin sogar noch während ihrer Grundausbildung bei ihrer hilfesuchenden Freundin, die sich in Betreuung im Heidelberger Krebsklinikum befand. Daher ist dieser Fall gut dokumentiert - der hessische Rundfunk berichtete darüber. Die anstehende OP mußte abgesagt werden. Als wir allerdings diesen Fall auf einer Messe in Berlin präsentierten, urteilte Günther Jauch in seiner Sendung stern TV (RTL) vom 14.4.99 über unser Angebot in einem 18 Sekundenspot: “Noch schlimmer: Solche Angebote! Auch sie gibt es reichlich bei Esoterik-Messen „Brustkrebs selber heilen“ - dank angeblicher Selbstheilungskräfte des Körpers. Geschäfte mit der Angst von Kranken“.

Fernsehsender wollen ihre Einschaltquoten erhöhen, darum bat ich Günther Jauch als Gegenreaktion in einem offenen Brief in unserer ersten Zeitschrift “INNENWELTREISEN” (www.innenweltreisen.de/brustkrebs/guenther-jauch.html): “Brauchen Sie gute Einschaltquoten? Dann nehmen Sie mich doch beim Wort und ich helfe kostenlos mit der Synergetik Therapie bspw. 10 Frauen bei ihrer Selbstheilung - stern-TV kann bei Erfolg die Kosten übernehmen und darüber berichten - das gäbe Einschaltquoten und die Frauen hätten was davon - ihre Männer auch.”

Natürlich erhielt ich keine Antwort, denn das Fazit bedeutet Undenkbares: Spontanheilungen sind nicht gezielt zu erzeugen.

 

EMMA

Auf dieser Messe besuchte uns 2 Jahre später auch eine Jornalistin aus der Redaktion Emma. Wir überzeugten sie von unserem Ansatz und sie wollte in der Redaktionssitzung darüber Alice Schwarzer berichten. Leider wurde unser Ansatz in dem Artikel nicht erwähnt. Hier sind einige Ausschnitte:

Brustkrebs: Es kann nur besser werden!
In Sachen Brustkrebs, der Todesursache Nr. 1 von Frauen, ist Deutschland ein Entwicklungsland. Jetzt kommt endlich Bewegung in die Sache. Auch hierzulande soll die Früherkennung den internationalen Qualitätsstandards angepasst werden - doch ertönt auch Kritik von Medizinern und Feministinnen. Wer hat nun Recht?


Diese Europäischen Leitlinien, nach denen viele unserer Nachbarländer schon arbeiten, sehen unter anderem vor: Mammografien dürfen nur von speziell ausgebildeten so genannten "zertifizierten" RadiologInnen durchgeführt und begutachtet werden. Das scheint dringend geboten, denn Gerätschaften und Ausbildung der deutschen Radiologen sind qualitativ nicht ausreichend
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Die Folge: Massenhaft Falschbefunde, also viele unentdeckte Tumore einerseits und 100.000 (!) überflüssige Operationen jährlich allein in Deutschland andererseits. Auch der erste deutsche Frauen-Gesundheits-Bericht, den die Bundesregierung im Sommer 2001 veröffentlichte, stellte angesichts dieser unzumutbaren Zustände besorgt fest: Für eine effektive Früherkennung bedürfe es dringend "kontinuierlicher Qualitätssicherungsmaßnahmen, die sowohl die technische Qualität wie die fachliche Kompetenz sicherstellen".

Deshalb sollen laut Leitlinien nur ÄrztInnen, die mindestens 5.000 Mammografien im Jahr begutachten, am Programm teilnehmen dürfen, jedes Röntgenbild muss von zwei unabhängigen Radiologen begutachtet werden. ...

Nur Kliniken, die mindestens 150 Brustkrebs-OPs im Jahr durchführen, sollen am Programm teilnehmen dürfen. Bisher, so eine Studie der AOK, werden 70 Prozent der Frauen in Krankenhäusern operiert, die nur zehn Operationen jährlich durchführen. Mit all diesen Maßnahmen soll, so die Erfahrungen der Nachbarländer, die Sterblichkeit um ein Zehntel bis ein Drittel gesenkt - mit anderen Worten: Bis zu 3.500 Frauen jährlich könnten gerettet werden....

Jedes Jahr sterben 18.000 Frauen an Brustkrebs - das sind 50 am Tag. Und 46.000 Frauen erkranken jährlich neu, Tendenz steigend.
Brustkrebs ist für Frauen die häufigste Todesursache, jede zehnte erkrankt im Laufe ihres Lebens daran. "Wir haben für weitere Debatten keine Zeit!", klagt deshalb Helga Kühn-Mengel, SPD-Gesundheitsexpertin und eine der Mütter des Mammografie-Gesetzes. ...

Es gab auch Kritik in Emma: Auch der "Arbeitskreis Frauengesundheit", ein interdisziplinärer Fachverband, in dem sich Ärztinnen, Therapeutinnen, Psychologinnen und Hebammen zusammengeschlossen haben, setzte sich "gegen die Einführung eines bundesweiten Mammografie-Screenings ein, solange die Vorteile nicht bewiesen und eher Nachteile für die Frauen zu befürchten sind".

Die Ergebnisse aus den drei deutschen Screening-Modellversuchen in den Regionen Weser-Ems, Main-Taunus und Bremen, die Aufschluss über Vor- und Nachteile geben werden, liegen erst im nächsten Jahr vor. Aber eine Studie aus Dänemark, die just im letzten Oktober veröffentlicht wurde, scheint den Kritikerinnen Recht zu geben.
Die Epidemiologen Ole Olsen und Peter Goetzsche nahmen sieben Studien über Mammografie-Screenings unter die Lupe, die den Programmen allesamt bescheinigten, sie hätten die Sterblichkeit der brustkrebserkrankten Frauen um 20 bis 30 Prozent gesenkt. Doch die dänischen Forscher bezweifelten diese Behauptung.

Fünf der sieben Studien seien von schlechter Qualität und hielten einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht stand, argumentierten sie. Nur zwei seien von mittelmäßiger Qualität - und genau die zeigten, dass die Sterblichkeit durch das Screening eben nicht sinke. Denn beim Mammografieren würden meist ausgerechnet die Tumore entdeckt, die ohnehin am harmlosesten seien, dafür aber die wirklich gefährlichen häufig übersehen. Fazit: Wenn der quantitativ hohe Erfolg durch das Screening nicht gesichert sei, sei es unverantwortlich, die Frauen massenhaft dem Strahlenrisiko durchs Mammografieren auszusetzen - und damit möglicherweise Brustkrebs überhaupt erst auszulösen. ...

Auch die Wissenschaft ist zerstritten. "Auf sechs durch Mammografie entdeckte Knoten kommt ein durch die Strahlung verursachter Brustkrebs", hat die "Gesellschaft für Strahlenschutz" berechnet und rät rigoros vom Screening ab. Die "Strahlenschutzkommission" konstatiert dagegen, dass "eine signifikante Erhöhung des Brustkrebsrisikos durch Strahlenexposition für Frauen im Alter von 50 Jahren und darüber bisher in keiner Studie aufgezeigt werden konnte", und rät dringend zu. ...

Deutschland wird, so oder so, nicht länger Entwicklungsland in der Brustkrebs-Früherkennung bleiben.
Vor allem dank der Fraueninitiativen und einer zur Tat entschlossenen Gesundheitsministerin. "Diese ganzen Qualitätskriterien - Ärzteausbildung, Doppelbefundung, technischer Standard - das wird doch überhaupt erst seit der Screening-Debatte diskutiert", triumphiert Monika Butterbrod, Pionierin der Berliner "Brustkrebs Initiative". Ihr Fazit: "Es kann also nur besser werden."

 

Leider ist es schlechter geworden. Heute warnen sogar Ärzte vor den Vorsorgeuntersuchungen, denn diese "produzieren" erst die Brustkrebsfälle und erzeugen so große "Nebenwirkungen".