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"Besser, man kennt den Patienten, der eine Krankheit
hat, als die Krankheit, die der Patient hat." William Osler In der Synergetik Therapie wird diese Heilkraft der Natur
im Selbstorganisationsprozeß der Energiebilder entfaltet und wirkt
ursächlich krankheitsauflösend. Damit verbindet die Synergetik
Therapie die alte ganzheitliche Sichtweise mit den modernsten Erkenntnissen
der Naturwissenschaft. In der Synergetik Therapie werden keine selbständigen
Dämonen, Besetzungen oder äußere Geister angenommen, doch
treten diese Energiebilder in der Innenwelt mancher Klienten auf. Diese
können bearbeitet werden und verändern sich dadurch - Befreiung
geschieht. Es ist vorstellbar, daß in früheren Zeiten diese
inneren Bilder nach "Außen" projeziert wurden und durch
Erzählen sich als reale Wirklichkeit verselbständigten. Auch
in der heutigen Zeit befinden sich viele kranke Menschen in psychiatrischen
Kliniken, die ihre abgespaltenen Persönlichkeitsanteile nach "Außen"
projezieren und sie damit für real halten und als Bedrohung empfinden.
Sie bekommen Medikamente, die diese Gehirnbilder dämpfen, um so einen
sozialen Umgang besser zu ermöglichen. Dieser soziale Umgang bezieht
sich nicht auf die Aussenwelt, denn die meiten Menschen der rationalen
Welt können mit "Verrückten" nicht umgehen - sie bekommen
Angst. Er schätzte, daß 60 Prozent seiner Patienten
an Symptomen litten, die emotionale Ursachen hatten. Galen bevorzugte
sanfte Therapien. Oft riet er zu gesünderer Ernährung, mehr
Schlaf und Bewegung und beschrieb in seinen umfangreichen Schriften Kräuterkuren,
die noch heute in Gebrauch sind. Diese Zielrichtung der Empfehlungen tritt
auch in der heutigen Zeit wieder verstärkt auf. Doch ist der Einfluß
der Seele - der Religion - auf Krankheit und Gesundheit nahezu vergessen.
In der Antike löste die "Geburt" der wissenschaftlichen
Medizin keinswegs die religiöse Heilkunde ab, im Gegenteil: Der Kult
um die Heilgötter - in erster Linie Asklepios - blühte zusammen
mit jener Medizin auf. Beide Systeme ergänzten sich. Die heutigen Menschen im Westen fühlen sich meist unbehaglich bei dem Gedanken, daß der Heilprozeß irgend etwas mit der Seele zu tun haben könnte. Das Heilen überlassen wir der Wissenschaft - die bietet uns körperliche Therapien für körperliche Leiden. Doch auch diese Therapien bieten meist nur Symptombekämpfung. Ist das Symptom verschwunden - wird bei Brustkrebs die Brust abgeschnitten, ist der Krebs vernichtet - gilt der Mensch als geheilt. Im antiken Griechenland hatten die Götter sehr wohl ein Wörtchen mitzureden, wenn es Gesundheit und Krankheit zu verteilen galt. Kranke suchten ihr Heil auf einer Ebene des Bewußtseins, die wir alle erleben - in ihren Träumen. Sie reisten zum Tempel des Asklepios, dem Gott der Heilkunst. Dort angekommen, unterzog sich der Besucher einem aufwendigen Ritual von reinigenden Bädern, Opfergaben und des Fastens. Danach legte er sich neben die Statue des Gottes, manchmal auf das Fell eines Tieres, das man Asklepios geopfert hatte. Die Tempelpriester glaubten, daß Asklepios den Patienten in der Nacht besuchte und ihm in seinem Traum einen Weg zur Heilung wies, den die Priester am nächsten Morgen deuteten. Dieses Verfahren ähnelt der Synergetik Therapie. Auch hier ist es möglich, auf die innere Seelenebene zu gehen. Doch ist das Bewußtsein nicht so tief abgesenkt wie im Traum. Denn im Traum kann der Mensch nicht willentlich handeln, denn die Impulse seiner Körpermuskulatur sind ausgeschaltet. In der Innenwelt der Synergetik Therapie ist das Bewußtsein sehr wach und aufmerksam, so daß der Klient direkt mit den "inneren Göttern" sprechen kann und Handlungen vollziehen darf. Nur sind diese "inneren Götter" nicht mehr Asklepios, sondern meist viele Kollektivsymbole, die C.G.Jung sehr eingehend erforscht hat. Auch diese geben direkte Hinweise oder begleiten den Klienten auf seiner Innenweltreise. Hier begegnen dem Klienten allerdings nicht nur die "Götter", sondern ganz irdische Erlebnisse und Erinnerungen, die ihn stark geprägt haben. Diese kann er nun nachträglich korrigieren, d.h. er nutzt die Handlungsimpulse, die in diesen Erinnerungen stecken und lebt sie aus. Auf der Symbolebene trifft er auch seine Persönlichkeitsanteile, die immer unbewußter Handlungshintergrund seines Lebens sind. Durch aktives und intensives durcharbeiten aller Energiebilder
werden ständig Selbstorganisationsprozesse ausgelöst, die seine
Energiestruktur evolutionär verändern und Gesundheit entsteht.
Der Klient ist nicht mehr so wie im alten Griechenland auf den guten Willen
des Heilgottes angewiesen, denn die "Götter" - als Er erkannte, daß die Natur nicht nur Krankheiten
verursacht, sondern die Natur (und damit waren auch die naturbeherrschenden
Götter gemeint) war ebenso in der Lage, sie zu besiegen und den Menschen
zur Gesundheit zurückzuführen. In einer frühen Abhandlung
über das innere Heilungssystem schrieb Hippokrates: "Die Natur
heilt Krankheiten. Innewohnende Mechanismen wirken von allein...so wie
das Blinzeln der Augen und das Bewegen der Zunge, denn die Natur handelt,
ohne daß man sie das Wesentliche erst lernen müßte".
Dieses Naturvertrauen faßte er in einer Lehrschrift zusammen: vis
medicatrix - die Heilkraft der Natur. Unablässig produzieren und transformieren die Komponenten
des Netzwerks einander, und zwar auf zwei unterschiedliche Arten. Die
eine Art struktureller Veränderungen sind die Veränderungen
im Prozeß der Selbsterneuerung. Jeder lebende Organismus erneuert
sich ständig selbst - in den Zellen werden Strukturen zerlegt und
aufgebaut, und die Gewebe und Organe ersetzen ihre Zellen in unaufhörlichen
Zyklen. Trotz dieser immerwährenden Veränderung erhalten die
Organismen ihre Gesamtidentität oder ihre Organisationsmuster aufrecht.
So ersetzt beispielsweise die Bauchspeicheldrüse die meisten ihrer
Zellen alle 24 Stunden, die Magenschleimhaut alle drei Tage; die weißen
Blutkörperchen werden innerhalb von zehn Tagen erneuert, und 98 Pozent
des Proteins im Gehirn werden in knapp einem Monat umgesetzt, die Haut
ersetzt ihr Zellen mit einer Geschwindigkeit von 100 000 Zellen pro Minute
und der Mann produziert 1000 Spermien pro Sekunde.
Um die Entstehung der unendlichen Vielzahl von Strukturen zu entschlüsseln, reicht es nicht aus, Daten und Fakten zu sammeln, sondern grundlegende Naturgesetze zu finden, aus denen heraus ein einheitliches Weltbild und - Verständnis entsteht und das eine Erklärung der Bildung von Selbstorganisationsgesetzen erlaubt. Dies ist Hermann Haken auf der Ebene der Physik gelungen, er führte den Begriff der Selbstorganisation in seiner Lasertheorie ein und begründete die Lehre vom Zusammenwirken - Synergetik. Die Physik gilt als die grundlegende Naturwissenschaft schlechthin und Hermann Haken hat allgemeine Strukturbildungsgesetze gefunden und kann sie mit genauen mathematischen Antworten aufzeigen.
Die Welt der einfachen mechanistischen Gesetze ist überwunden: Das Ganze ist mehr als die Summe oder um es mit Goethe zu formulieren: "Die Teile halt ich in der Hand, es fehlt mir nur das geistge Band." Dieses geistige Band wurde früher den Göttern zugesprochen, heute läßt sich mit dem Prinzip der Selbstorganisation sehr viel Geheimnisvolles erklären und konkret umsetzen.
Die Mutter des Mädchens wollte den Aussagen der Schulmedizin
nicht glauben, das Diabetes unheilbar sei und sie machte sich auf die
Suche nach neuen Erkenntnissen ausserhalb des etablierten Wissens. Sie
fand Rita Schreiber, eine Synergetik Therapeutin, die mit der Tochter
vier Einzelsitzungen durchführte. In der Innerwelt des Mädchens
tauchten Erinnerungsbilder und Symbolbilder auf, die das kleine Mädchen
unter den Vorschlägen ihrer Therapeutin selbständig abänderte.
Dies führte zu Selbstorganisationsprozessen, die die ursächlichen
Informationsfehler in der Informationsstruktur so veränderte, daß
sie in den folgenden Tagen wesentlich weniger Insulin spritzen mußte
und ihre Nachtinsulindosis auf Null reduzieren konnte. Bevor die Krankheit ausgebrochen ist, müssen auf das kleine Mädchen Informationen eingewirkt haben, die zu dieser Störung geführt haben. Diese Informationen sind im Gehirn in Tiefenenspannung als Innenweltbilder sichtbar und somit auch wieder abänderbar. Natürlich sind es nicht nur reale Ereignisse aus dem Umfeld des kleinen Mädchens, sondern auch weiter zurückliegende Informationsmuster, die damit in Wechselwirkung stehen. Die meisten Evolutions- und Gehirnforscher sind sich mittlerweile darin einig, das kein Mensch als unbeschriebenes Blatt auf die Welt kommt. Sie verwenden gerne Begriffe wie Veranlagung und Vererbung. In der Synergetik Therapie sind diese Begriffe unwichtig: Denn in ein bestehendes Informationsmuster können kleine Erfahrungen der realen Aussenwelt eingreifen und zu massiven Veränderungen in den Informationsstrukturen des Gehirns führen, die zu solch markanten Fehlreaktionen wie Diabetes oder auch anderen Krankheiten führen. Krankheiten als solche gibt es nicht, denn sie sind ja nur auf der körperlichen Ebene Erscheinungsformen von strukturellen Informationsfehlern des Gehirns. Und im Gehirn werden alle Erfahrungen gespeichert. Besonders intensive Verknüpfungen entstehen bei Traumata. Die moderne Die Schulmedizin hat den Menschen auf seine körperlichen Reaktionen reduziert und kann so nie ursächliche Gründe für Krankheiten angeben, geschweige denn heilen. Die komplexen Wechselwirkungen innerhalb des Körpers werden in der mechanistischen Sichtweise gesehen, denn die Medizin versucht seit Jahrzehnten (erfolglos) diese auf die naturwissenschaftlichen Grundgesetze der Physik und Chemie zu reduzieren. Die von dem Chemiker und Physiker Ilya Prigogine vorgelegte Arbeit über die Theorie der "dissipativen Strukturen" erweiterte schon vor Jahrzehnten den Begriff der Selbstorganisation. Auch der Biochemiker Manfred Eigen wies das Selbstorganisationsprinzip in grundlegenden Studien zur Biologie nach. Moderne Forschungsarbeiten zur Funktionsweise des Gehirn sehen auch dort das Selbstorganisationsprinzip und Hermann Haken konnte dieses Prinzip - wie schon erwähnt - in der Physik nachweisen. Schon lange Zeit zuvor war das mechanistische Weltbild
von Albert Einstein und Werner Heisenberg durch ihre grundlegenden Theorien
wesentlich erschüttert worden und die moderne Chaosforschung sieht
die Welt nur noch aus fraktalen Mustern zusammengesetzt, in denen die
Gesetze des deterministischen Chaos herrschen. Zusammenfassend läßt
sich damit die Aussage formulieren, daß seit einigen Jahrzehnten
die neuesten Erkenntnisse der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung
die Idee der Reduzierung des Menschseins auf mechanistische Gesetze der
Physik und Chemie als Sackgasse aufzeigt. Jede weitere Arbeit zur Erforschung
von Heilungsvorgängen und neuen medizinischen Therapien unter Vernachlässigung
dieser Erkenntnisse der Selbstorganisationprinzipien kann als unproduktiv
bzw gefährlich angesehen werden. Die Seele kann sich nur im Wirken des handelnden Menschen
ausdrücken. Dieses Organisationsmuster (Seele) ist in den Strukturen
der neuronalen Gehirnverbindungen partiell abgebildet - materialisiert
- und kann durch synergetische Innenweltreisen sichtbar gemacht werden.
Durch aktive Veränderung dieser Gehirnbilder kann der Klient damit
seine "Seele" verändern - also sein individuellstes und
umfangreichstes C.G. Jung nannte diesen Vorgang Individuation und zog die Träume des einzelnen Menschen als Interpretationsmöglichkeit heran. Freud nannte die Träume den "Königsweg" zum Unbewußten. Die Synergetik Therapie nutzt die in Tiefenentspannung auftauchenden Energiebilder als Königsweg zu allen Schichten des Informationsnetzwerks des individuellen Menschen. Der Vorteil besteht darin, daß sich in den assoziativ verknüpften Energiebildern auch real erlebte Erinnerungsbilder und die Symbolebene widerspiegeln. Die struturelle Informationsebene kann durch aktives Handeln verändert werden, so daß sie sich differenziert. |