Krebs

Kein Schicksal, sondern Aufforderung zur Wandlung

„Die Metastasen - Dein Freund und Helfer“

1. Session
Vertrauen
2. Session
Mut
3. Session
Glaube
4. Session
Chaos


Klientin, ca. 55 Jahre, leidet an Brustkrebs auf der linken Seite - nach Dr. Hamer ein Mutter-Kind-Konflikt und seit dem Tod ihres Mannes an Osteoporose. Nach Dr. Dahlke soll sie "in ihrer inneren Seelenstruktur Halt finden". Vor 2 Wochen wurden "Metastasen" im Knochensystem (schwerer Selbstwerteinbruch) diagnostiziert. Daraufhin buchte sie 4 Synergetik Therapie Einzelsitzungen im Synergetischen Therapiezentrum bei Bernd Joschko. Sie geht ganz mutig den Weg der Selbstheilung und möchte mit der untenstehenden Veröffentlichung auch andere Krebspatienten ermuntern, sich selbst zu heilen. (1998)

Hab Vertrauen

In Tiefenentspannung öffnet sie ihre erste Tür mit der Aufschrift "Hab’ Vertrauen".

Kl: Ich bin 5 - 6 Jahre alt. Es ist hell, die Sonne scheint. Ich hab nicht das Gefühl, daß ich in einem Raum bin, sondern ich bin draußen in der Natur. Ich fühle mich wohl.

Th: Ja, genieß es und wenn sich irgendwas verändert oder wenn etwas Wichtiges auftaucht, dann sag es mir einfach.

Kl: Meine Mutter kommt in den Raum.

Th: Sag mir mal, welchen Gesichtsausdruck sie hat.

Kl: Sehr liebevoll.

Th: Ja, dann sag’s ihr - du siehst sehr liebevoll aus.

Kl: Mutti, du siehst sehr liebevoll aus (fängt an zu Weinen). Ich habe dich auch sehr lieb. Sie nimmt mich in die Arme und ich fühle mich sehr geborgen bei ihr. Sie streicht mir über das Haar und ich kuschle mich an sie und sie wiegt mich.

Th: Und wenn du möchtest, kannst du ihr jetzt so ein bißchen von dir erzählen, auch von deinem Brustkrebs - vielleicht weiß sie etwas - erzähl ihr einfach, was du möchtest und schau mal, wie sie darauf reagiert.

Kl: Mutti, ich habe seit 2 Jahren Brustkrebs und ich weiß nicht, was ich tun soll (schluchzt) Ich möchte noch nicht sterben, aber ich spüre innerlich in mir eine Kraft, die mich doch irgendwie runterzieht. Ich möchte dagegen ankämpfen, aber ich weiß nicht wie.

Th: Frag sie, ob sie dir helfen kann.

Kl: Mutti, kannst und möchtest du mir helfen, den Brustkrebs zu überwinden?... Ja, sie streicht mir über das Haar und sagt: Hab Vertrauen, du wirst es schaffen. Und dieses „du wirst es schaffen“ - das geht auch immer die ganze Zeit in meinem Kopf herum, nur - ich weiß nicht, wie ich es schaffen werde.

Th: Ja, frag sie mal, ob sie dir helfen will dabei und dann schau mal, ob sie nickt oder den Kopf schüttelt.

Kl: (mit tränenerstickter Stimme) Mutti, willst du mir helfen, den Weg zu finden, wie ich den Krebs überwinden kann? Ja, sie nickt.

Th: Dann bitte sie jetzt folgendes: Sie soll dir das erste wichtige Bild zeigen, das irgendwie damit zusammenhängt, daß dieser Brustkrebs entstanden ist. Und dann schau mal, was sie dir zeigt, wohin sie dich führt. Vielleicht nimmt sie dich an die Hand oder es taucht einfach irgendein Bild auf. Schau mal, was kommt.

Kl: Mutti, bitte zeig mir das Bild und den Ort, wo mein Brustkrebs entstanden ist. (weint) Es taucht die Entbindungsstation auf, wo ich zum ersten Mal entbunden habe und das erste Kind, das auf die Welt kam, war tot und dann höre ich den Aufschrei der Hebamme „Da ist ja noch eines drin!“ und dann kam mein zweiter Sohn auf die Welt und während der Schwangerschaft hat man nicht gewußt, daß es Zwillinge sind. Und ich habe diesen Tod des ersten Kindes nie verarbeiten können und dürfen. Ich habe nie Trauer zeigen dürfen.

Th: Rede mit dem Kind, jetzt. Sage ihm - ich habe nie deinen Tod verarbeiten dürfen.

Kl: Uwe, ich habe nie über deinen Tod sprechen können (schluchzt, weint).

Th: Dann nimm dieses tote Baby jetzt wahr - in deinem Bauch arbeitet es ganz doll, ganz viel Entspannung passiert jetzt (starke Darmgeräusche als Zeichen von Entspannung) , toll, ganz prima. Laß das Baby mal auftauchen und spreche mit diesem toten Baby.

Kl: Uwe, ich hätte dich wenigstens so gerne in den Arm genommen (weint).

Th: Tu’s jetzt, tu’s jetzt. Nimm es in den Arm, das Baby.

Kl: (weint verzweifelt) Man hat es mir einfach weggenommen! Ich durfte nicht einen Blick auf dich werfen.

Th: Dann hole die Ärzte herbei und die Krankenschwestern und sag’s ihnen. Drück alles aus, was hochkommt.

Kl: Warum haben Sie mir den Uwe einfach weggenommen?! (weint) Warum konnte ich mich nicht von ihm verabschieden? WARUM??? Ich hasse Sie dafür! Ich hasse Sie dafür! (weint und schreit) Herr K., ich hasse Sie dafür, daß sie mir den Uwe einfach weggenommen haben. Ich wollte mich wenigstens von ihm verabschieden!!! (sehr laut) Es war doch mein Sohn !!! (weint) Es war mein Sohn! Ich hasse die Ärzte, die mir meinen Sohn so weggenommen haben. (schreit) Frau Doktor M., Sie sind auch dabeigewesen. Sie als Frau hätten das doch sehen müssen, wie mir zumute war!!! Mir einfach meinen Sohn wegzunehmen. Ich habe ihn doch 9 Monate bei mir gehabt! Ich habe ihn doch geliebt und habe mich auf ihn gefreut! (atmet heftig) Mein geliebter Sohn, ich habe mich nie von dir verabschieden dürfen. Es war so furchtbar, es war so furchtbar. Ich liebe dich so, ich liebe dich. Ich wollte dir doch so eine gute Mutter sein und dann durfte ich es nicht. Oh, lieber Uwe, verzeih mir, verzeih mir, daß ich es nicht durfte und daß ich mich nicht von dir verabschieden durfte. Du bist doch mein Sohn.

Th: Ja, hör mal hin, was er antwortet. Er kann auf dieser Bilderebene antworten. Horch mal, was er sagt.

Kl: Er sagt - Ich habe dir verziehen. Ich bin doch bei dir. Spüre mich doch, ich bin doch bei dir. - Ich bin so einsam Uwe, ich hätte dich so gerne aufwachsen sehen. Und der kleine Klaus, der doch nichts dafür kann, daß ich all meine Liebe auf dich konzentriert habe. Aber ich wußte ja nicht, daß er auch kam. Lieber Gott, verzeih mir, verzeih mir.

Th: Frag den Uwe jetzt, schau ihn an und frag ihn mal, ob diese Geschichte, daß du nicht Abschied nehmen konntest, ganz ursächlich dazu beigetragen hat, daß du Brustkrebs bekommen hast. Schau ihn an und frag ihn.

Kl: Ja...ja. Er nickt und sagt ja. Ich konnte es nicht verarbeiten.

Th: Ja, und dann frag ihn - wenn du jetzt diese Geschichte mit ihm verarbeitest und er dir verzeiht und du ihm verzeihst - ob dann der Krebs aufhört zu wachsen. Frag ihn mal und guck mal, ob er nickt oder ob er den Kopf schüttelt.

Kl: Uwe, wenn ich jetzt das verarbeiten kann, deinen Tod und daß ich mich nicht von dir verabschieden konnte - ist das ursächlich mit dem Krebs in Verbindung zu bringen und kann ich meinen Krebs damit überwinden? ... Ja, er nickt, er nickt (weint).

Th: Und jetzt hol mal deine Mami herbei. Laß sie auch dabeisein.

Kl: Mutti (weint) du Mutti, ist das ein Weg und kannst du mir helfen? ... Ja!

Th: Ja, deine Mutti hat dir schon geholfen. Sie hat dir schon den ersten wichtigen Konflikt gezeigt. Und jetzt laß beide da sein, deine Mama und das kleine Baby gleichzeitig.

Kl: (tiefes Aufatmen) Ihr steht da, Uwe und Mutti, und lächelt mich an und strahlt so eine Zuversicht aus.

Th: Genau ja, und in deinem Bauch gibt es ganz viele Entspannungsgeräusche. Ganz toll.

Kl: Aber in mir ist noch so eine Angst, daß ich es trotzdem nicht schaffe.

Th: Dein Körper zittert, laß ihn zittern, daß ist gut, daß ist o.k., laß ihn bewegen. Zittern ist immer Bewegung, da setzt sich was frei, das ist Abbau von Spannung, das ist prima. Und dann schau mal, was die beiden machen mit dir, oder was geschieht von selbst?

Kl: Sie sagen zu mir, schau doch, was auf der Tür steht „Hab Vertrauen“ Sie sagen zu mir, ich soll Vertrauen haben, ich schaffe es.

Th: „Hab Vertrauen“ heißt auch, also, da steckt das Wort „trau dich“, „trauen“ drin, also „sich trauen“. Trau dich einfach alles anzugucken, was Spannung macht und alles löst sich auf. Aber bleib jetzt noch solange da, wie du möchtest. Oh, jetzt passiert ganz viel in dir, der ganze Körper zittert, Darmgeräusche, es passiert ganz viel Entspannung jetzt. Guck mal, so ein Konflikt, das arbeitet ja ständig. ... Wie lange ist das jetzt her? Wieviele Jahre?

Kl: Das sind 24 Jahre. (zittert)

Th: Ja, genau, und wenn da dann noch ein paar Sachen dazukommen, dann kippt es plötzlich und dann ist Krebs da. ... Ja, laß den Körper zittern!

Kl: Mein Mann ist auch bei der Entbindung dabei. Anton, (weint) ich konnte mich nicht vom Uwe verabschieden. Und er sagt, ich konnte es doch nicht ahnen, daß das solche Auswirkungen haben wird. Und ich sage zu ihm, selbst als Arzt hättest du mir auch meine Trauer um den Uwe zugestehen müssen. Ich liebe dich doch so, du hättest das doch spüren müssen. (weint) ... Anton, du hast mir so wunderbar durch Akupunktur geholfen. Ich habe gar keine Schmerzen gehabt. Ich weiß auch, daß du genauso geschockt gewesen bist, darüber daß der Uwe tot auf die Welt gekommen ist. Und ich verzeih dir auch, aber bitte, bitte hilf mir, ich will doch den Krebs überwinden. Hilf mir, ich will leben.

Th: Ja, sag’s ihnen.

Kl: (schreit) Ich will leben!!! Ich will leben!!! Ich will leben!!! Ich will leben!!! Nach deinem Tod, da war ich schon fast gestorben und immer war innerlich noch eine Stimme in mir, die sagte zu mir LEBE! LEBE! Und bei all den Krankenhausaufenthalten, immer hörte ich die Stimme LEBE! LEBE! ICH WILL LEBEN!

Th: Hol diese Stimme mal herbei und schau sie dir an.

Kl: Stimme, du hast mir geholfen. (sehr laut, weint, schreit) Du hast immer gesagt LEBE! Und ich habe es mir immer vorgenommen und bin dann wieder in meine Depression zurückgefallen. Immer wenn ich zuhause war, bin ich wieder in die Depression gefallen und dann ging wieder alles im selben Trott. Und dann ein Jahr später kam ich wieder ins Krankenhaus und ich hörte wieder die Stimme LEBE! LEBE! Und ich habe es mir vorgenommen und dann kam ich wieder nachhause und dann kamen wieder die Depressionen und ich bin wieder in den gleichen Trott verfallen, daß ich mich habe gehen lassen und gedacht habe, wozu, was hat das Leben noch für einen Sinn?! Aber die innere Stimme sagte immer zu mir LEBE! LEBE! und als dann der Brustkrebs ein Jahr später diagnostiziert worden ist, da wußte ich, was die Stimme wollte. Sie wollte mich anfeuern LEBE! LEBE! Und ich habe gesagt zu meiner inneren Stimme: Innere Stimme, ich habe verstanden.

Th: Ja, sprich jetzt mit ihr, jetzt!

Kl: (sehr laut, weint und schreit) Innere Stimme, ich habe verstanden, ich soll leben! ICH WERDE LEBEN! Aber ich weiß den Weg nicht, den ich gehen soll. Dann habe ich die Bestrahlungen über mich ergehen lassen, diese Hormontherapie, und habe mich in der Sicherheit gewiegt, es wird gut. Habe Makrobiotik, diese Ernährung eingeschlagen, aber nur halbherzig, weil ich immer noch in mir gespürt habe, da zieht mich etwas runter, obwohl ich die Innere Stimme gehört hatte, ich soll leben. Und nachdem ich gesagt habe, ich habe verstanden, ich will leben, da habe ich dich nicht mehr gehört, Innere Stimme, da warst du still. Aber ich war alleine und ich wußte nicht, welchen Weg ich jetzt einschlagen soll. Und jetzt nach zwei Jahren höre ich, wie es um mich steht, aber ich will leben. Aber ich weiß immer noch nicht den Weg.

Th: Frag deinen Mann, ob er dir auch helfen will.

Kl: Hallo, lieber Anton, willst du mir helfen? Ich weiß nicht genau, ob es ein Nicken oder ...

Th: Sag’s ihm - ich weiß nicht ...

Kl: Anton, ich weiß nicht - schüttelst du den Kopf oder nickst du? Ich weiß es nicht, ich sehe es nicht. Das mit dem Kopfschütteln, habe ich das Gefühl ist stärker, als ob du möchtest, daß ich sterbe, aber ich will nicht sterben.

Th: Sag’s ihm, ja.

(Sie bearbeitet den Energieteil in Ihr, der zu ihrem Mann will , der Sehnsucht nach ihm hat - der nicht mehr leben will. Anton, der jetzt angesprochene innere Mann repräsentiert die abgespeicherten Erfahrungen ihres früheren realen aber mitlerweile gestorbenen Mannes. Diese Energie ist weiterhin ein Teil ihrer Energie. Hier wird nicht zu Toten gesprochen!!!)

Kl: Anton, ich will noch nicht sterben. Irgendwann komme ich ja zu dir, aber ich will jetzt noch nicht sterben. Anton, ich will noch nicht sterben, willst du mir denn nicht helfen, bitte, ich habe dir doch auch geholfen... Er war auch eine Kämpfernatur. Aber ich muß zu meiner Schande gestehen, daß ich aus meiner Verzeiflung heraus und aus Angst, ihn zu verlieren, nicht wußte, wie ich ihm helfen sollte. Ich glaube, ich habe ihm nicht genug geholfen.

Th: Sag’s ihm.(Schuldgefühle müssen abgebaut werden!)

Kl: Anton, verzeih mir, ich glaube, ich habe dir nicht genug geholfen. Ich habe immer gedacht, du als Arzt, du wüßtest, wie du das machen kannst. Und ich hatte solche Angst, ich war wie gelähmt vor Angst, ihn zu verlieren.

Th: Sag’s ihm, sag’s ihm (Aussprache ist sehr wichtig!)

Kl: Anton, ich war wie gelähmt vor Angst, dich zu verlieren und dann bin ich ganz alleine und dann weiß ich nicht, wie ich dir helfen soll. Und wenn ich etwas gemacht habe, dann war es nicht gut genug, weil du als Arzt gedacht hast, ich müßte es besser können.... (macht detailierte Vorwürfe) ... du hast mich immer runtergedrückt, Anton, entschuldige, daß ich das jetzt so sagen muß. Ich habe soviel darunter gelitten. Weil ich gespürt habe, daß ich dir nicht gerecht werden kann, habe ich meine ganze Kraft auf die Kinder konzentriert, sie mit aller Liebe umhegt und auch da Fehler gemacht. Ich weiß, ich habe so große Fehler gemacht bei unserem Klaus.

Th: Sag’s ihm.

Kl: Entschuldige, verzeih mir. Erstmal hast du bestimmt gelitten, als du auf einmal vom Uwe getrennt warst. Du warst und bist so ein zarter Bursche, so sensibel (weint). Als der Alexander auf die Welt kam, da hast du so gelitten unter Eifersucht und dann hast du in die Hose gemacht und ich hab das nicht verstanden. (schreit) Und ich hab dich geschlagen, ich hab dich deswegen geschlagen!!! Verzeih mir, Klaus, verzeih mir. Anton, ich hab immer gehofft, du würdest mir helfen, ich war doch so hilflos! Ich habe immer gedacht, ich bekomme Hilfe von dir. Und ich habe den armen Jungen geschlagen und er hat so gelitten. Ich habe dich geschlagen, weil ich dachte, mit 6 Jahren müßtest du nicht mehr am Daumen lutschen und du hast dich doch nur zurückgezogen, weil dich keiner verstanden hatte. Nach deiner Nierenoperation (Beziehungsthema !) habe ich dich zur Kur gebracht. Das war auch Egoismus, ich wollte auch meine Ruhe haben. Als du mir die Briefe schicktest „Mama es geht mir gut“, dann war ich beruhigt. Und dann ging gar nichts gut. Das haben diese verdammten Frauen und Erzieherinnen geschrieben. Du hast gelitten, das hast du mir geschrieben.

Th: Sag’s der Erzieherin selber.

Kl: Erzieherin, du bist ein verdammtes Frauenzimmer, du hast meinem Sohn soviel Leid angetan. Er hat mir später erzählt, weil er so groß gewachsen war, hat man ihn zu den Großen gesteckt und dann hat er wieder ins Bett gemacht und dann wurde er ausgehänselt und dann hat er gelitten. Der arme Junge hatte so gelitten, diese vier Wochen in dieser verdammten Kinderkur. Und ich bin mit Schuld daran. Oh Gott, verzeih mir.

Th: Und schau mal, was die Schwestern machen, nachdem du es ihnen jetzt so deutlich gesagt hast, wie reagieren die darauf?

Kl: Sie schlagen die Hände über dem Kopf zusammen.

Ihre innere Energie „Schwestern“ ist überrascht über diesen direkten verbalen Angriff - das innere System soll ja ins Chaos gestürzt werden - destabilisiert werden. Danach kann sich erst ein neues gesundes - ohne das Krebswachstum etablieren.

Und dann hab ich, während du in der Kur warst, ich Blöde, deine Ritterfiguren weggeschmissen, und die waren doch dein Ein- und Alles. Ich hab soviel falsch gemacht. Klaus, lieber Klaus, verzeihst du mir? ... Er sagt ja, aber es fällt ihm so schwer. Ich habe soviel falsch gemacht ...

Die Klientin schildert noch weitere Ereignisse, die Schuldgefühle bei ihr hinterlassen haben. Dann erzählt sie von einem Streit zwischen ihren Söhnen Klaus und Alexander, bei dem Klaus Alexander gedroht hat, ihn umzubringen.

Ich kann so nicht mehr leben. Ich glaube, seit diesem Streit ist mein Krebs explodiert und hat diese Metastasen gebildet, denn die Blutuntersuchungen haben ergeben, daß der Tumor gewachsen ist und überall sind Metastasen. Aber ich will leben, aber ich brauche Unterstützung. Ich brauche eure Unterstützung, damit ich es schaffe. ... Lieber Gott, was habe ich für Kinder aufgezogen - die ich so liebe...Du warst in der Schule bei den Nonnen und ich hab doch gedacht, Nonnen, das sind doch menschliche Wesen, die hilfsbereit sind. Und das war wieder ein Reinfall. Das kann man sich nicht vorstellen, diese Nonnen ...

Th: Sag’s ihnen!

Kl: Oh, ihr verdammten Nonnen, ihr heuchlerischen Weiber in euren schwarzen Gewändern. Nach außen hin nur fromm, fromm ins Gesicht gelächelt, aber in der Schule habt ihr nur unterdrückt. Ihr habt ihn auch nicht für voll genommen. So etwas heuchlerisches!

Th: Schau sie an, wie reagieren sie darauf?

Kl: Ich hasse euch! Sie sind ganz pikiert, sie kommen heute noch nicht von ihrer... Ihr seid immer noch auf eurem heuchlerischen Weg, ihr könnt ja gar nicht anders, ihr schlagt dreißig Kreuze am Tag und dann seht ihr nicht, wie so ein Menschenkind leidet. Mitunter hat er mit Recht der Schwester A. den Vogel gezeigt, weil sie gesagt hat, diese ganze Klasse, die ist ja vom Teufel besessen. Wie kann eine Nonne so etwas sagen?! Nur weil sie irgendwas gemacht haben. Wie kann eine Direktorin das sagen, daß ihr vom Teufel besessen seid. Wie Polizeihunde habt ihr die Kinder beaufsichtigt bei den Hausaufgaben, die Kinder durften noch nichtmal einander helfen oder eine Frage stellen. Nur diese verdammte äußerliche Ordnung und die Menschlichkeit blieb auf der Strecke ... Die Klientin schildert weitere Erlebnisse mit Ärzten und Untersuchungen und kommt dann wieder auf ihren Mann zu sprechen. Sie vermißt ihn sehr, will aber trotzdem noch nicht sterben. Sie erinnert sich, daß sie bei ihrer Hochzeit, Gott gebeten hat, er möge ihren Mann so lange wie möglich bei ihr lassen und lieber ihr dafür einige Jahre wegnehmen. Sie befürchtet, diese Bitte könnte auch zum Krebswachstum beigetragen haben.

Ich möchte noch leben, ich finde die Welt so wunderschön. Aber die Diagnose hat mir soviel Angst gemacht. Der Dr. B. hat gesagt, vielleicht noch 2, wenn’s hochkommt 3 Jahre. Aber ich will kämpfen. Aber ich sehe jetzt, es ist 5 vor 12. Aber ich will leben, ich will, ich will, ich will!!! Aber ich weiß nicht wie!!!

Th: Frag mal deinen Mann, ob du auf dem richtigen Weg bist.

Kl: Anton, bin ich auf dem richtigen Weg? ... Er schaut mich nur ganz groß an. Ich habe das Gefühl, daß es ihm nicht recht ist, daß ich das jetzt alles gesagt habe. Für meinen Mann war immer die Devise, was zuhause passiert, das bleibt in der Familie und das geht andere nichts an. ... Anton, ich hab immer alles geschluckt, hab immer nach außen gelächelt und mich nicht gewehrt. Und es tut mir so gut, denn ich sehe, ich schaffe es nicht alleine. Ich brauche einfach Hilfe. Ich will dich ja nicht verurteilen und verzeih, wenn ich dich verletzt habe, aber ich muß doch diesen ganzen Müll loswerden, der auf mir lastet.... Ist es denn jetzt für dich ok.? ... Ja, er nickt.

Th: Laß dir die Hand geben, oder ein anderes Zeichen dafür, daß er einverstanden ist. Das ist wichtig.

Kl: Anton, bitte gib mir deine Hand. Ja, er gibt mir seine Hand und nimmt mich in seine Arme. (weint)

Das Geben der Hand wirkt wie ein Ritual. Wird mit Musik und Naturgeräuschen geankert.

Kl: Er hat mir vergeben, er will mir helfen. (erleichtert)

Th: Ja wenn sich irgendwas verändert, oder es taucht was anderes auf, dann sag’s mir ruhig.

Kl: Ja, beim Einsetzen der Musik sah ich sofort, wenn ich die Kinder bitte, mir zu helfen oder was für mich zu tun, daß ich das ohne Groll sagen soll. Bis jetzt habe ich das immer mit so einem Unterton gesagt. ...

Th: Gut, geh mal zurück in das allererste Bild, da wo deine Mutter aufgetaucht ist, sag mir mal, hat sich irgendwas verändert?

Kl: Ich bin selbstbewußter geworden. Meine Mutter lacht mich an und sagt - na, hab ich es dir nicht gleich gesagt? Ich strecke mich so. Ich stehe vor ihr und strecke mich so, als würde ich sagen - guck mal, wie groß ich geworden bin.

Th: Ja, du bist heute wirklich durch einiges hindurchgegangen und das war heftig und das war toll. Das war sehr gut, sehr schön, ja. ... Ja, und dann frag sie mal, ob du noch viel von diesen ganz tiefen Konflikten aufarbeiten mußt, damit es kippt oder ob heute schon was Wesentliches passiert ist. Laß sie mal selbst antworten.

Kl: Mutti, muß ich noch viel aufarbeiten ... Sie sagt, es ist schon viel hochgekommen heute, es sind aber auch noch Konflikte da. Da ist noch nicht alles aufgearbeitet.

Th: Ja, klar, das geht ja nicht alles auf einmal. Aber ich würde gerne noch wissen, ob wir heute schon was Markantes erreicht haben, daß sowas wie ein Stoppschild entstanden ist.

Kl: Sie schreit mir förmlich ins Gesicht „Ja!!!“ Sie schreit es förmlich.

Th: Ja, sehr schön. Grundsätzlich würde ich dir empfehlen, für eine Woche herzukommen, um Sitzungen hintereinander zu machen. Dann müßte es gekippt sein und ok sein. Frag deine Mutter mal, was sie dazu meint.

Kl: Mutti, was hältst du davon? ... Ja, ja. Sie sagt ja.

Th: Ja, dann würde ich sagen, laß dir von deiner Mutter noch einen schönen Platz zeigen zum Ausruhen, wo du vielleicht alle Leute, die du gerne bei dir haben möchtest nochmal holst, nochmal dasein läßt, wo du dich ein wenig ausruhst, oder wo du einfach nochmal nachspürst, was da jetzt so alles passiert ist.


Vorgespräch zur 2. Session

Die Klientin berichtet, daß sie sich zur Zeit auch bei einer Heilpraktikerin in Behandlung befindet. Diese macht eine spezielle Blutanalyse, die sog. Dunkelfelddiagnostik. Bei dieser Diagnose wurde festgestellt, daß die Blutwerte der Klientin äußerst schlecht sind, z.B. funktioniert der Sauerstofftransport kaum noch. Darüber ist sie sehr beunruhigt.

Der Therapeut regt an, auch zwischen den Synergetik Sessions diese Diagnose immer wieder mal erstellen zu lassen, um etwaige Veränderungen feststellen zu können.

Zusätzlich hat die Klientin vor einigen Tagen mit einer Fastenkur nach Breuss begonnen und berichtet, daß sie sich sehr wohl fühlt dabei, allerdings seitdem unter leichten Nierenbeschwerden leidet.

2. Session: Mut

Die Klientin sieht vier Türen, drei links, eine rechts. Sie entscheidet sich für die zweite von links, mit der Aufschrift „Mut“ und findet sich alleine in einem dunklen Wald wieder. Sie fühlt sich einerseits ängstlich, andererseits neugierig. Ein weiteres Grundgefühl ist Orientierungslosigkeit. Sie sagt, sie möchte aus der Dunkelheit herauskommen und der Therapeut fordert sie auf, dies der Dunkelheit direkt mitzuteilen. Die Dunkelheit meint: Du bist auf dem richtigen Weg und ich begleite dich ein Stück. Unter Tränen fragt die Klientin die Dunkelheit, was sie durch sie lernen soll, woraufhin die Dunkelheit erwidert: Gehe unbeirrt deinen Weg. Du brauchst vor mir keine Angst zu haben. Die Klientin möchte von der Dunkelheit wissen, wie lange dieser dunkle Weg dauert und die Dunkelheit sagt, es würde noch eine Weile dauern, aber dann könne sie das Licht sehen. Dann gibt die Dunkelheit der Klientin den Hinweis, daß sie den Weg, den sie eingeschlagen hat, unbeirrt weitergehen soll, auch wenn er steinig ist.

Th: Gut, dann laß dir den nächsten Stein, das nächste Hindernis zeigen. und schau mal, was kommt.

Kl: Am Wegesrand liegt ein großer Felsenbrocken. ... ( Unter Tränen) Aber er sagt, er versperrt mir ja nicht den ganzen Weg. Es ist zwar schwierig, über ihn hinwegzukommen, aber daß es wie ein Türchen ist, durch das ich hindurchkomme. Und er sagt, daß ich Platz habe, auf meinem Platz weiterzugehen, trotz des Brockens.

Th: Frag ihn auch mal ganz direkt, was er in deinem Leben symbolisiert.

Kl: Er sagt, all die Verletzungen, die ich hinuntergeschluckt habe, die haben sich im Laufe der Zeit zu einem Felsenbrocken aufgetürmt.

Th: Mach mal folgendes. Geh mal in diesen Felsenbrocken hinein. Frag ihn, ob du seine Welt betreten darfst.

Kl: Ja, er öffnet eine Tür, und ich bin in einer Höhle (weint). Mein Mann ist da. ...

Also, bei der letzten Sitzung wolltest du mir nicht helfen. Bitte sage mir, warum. Er sagt kein Wort.

Th: Gehe ein bisschen näher zu ihm, so daß du erspüren kannst, wie es ihm geht.

Kl: (weint) Anton, gib mir bitte eine Antwort. Du weißt, es ist so wichtig für mich, damit ich wieder gesund werde. ... Er schweigt immer noch. Anton, das tut mir sehr weh. Anton, du weißt, ich liebe dich und ich weiß, du liebst mich auch. ... Grollst du mir immer noch, weil ich in der ersten Sitzung dich auch erwähnt habe? ... Ja, er nickt. ... Anton, was hat dich denn daran so verletzt? Er sagt, daß ich das ausgesprochen habe. Er wollte das nicht.

Th: Frag ihn mal, ob er denn bereit ist, seine Verletzung zu zeigen, so wie du jetzt auch. - Er schüttelt den Kopf. - Sag ihm, du zeigst deine Verletzung auch jetzt. Du bist ganz offen und verletzlich. Er kann deine Tränen sehen und das ist ok.

Kl: Er steht wie erstarrt da. Anton, ich bin doch ganz ehrlich zu dir. Warst du denn nie ehrlich zu mir? (weint) Du weißt, wie sehr ich dich liebe und wie weh mir deine verbalen Verletzungen getan haben. Aber ich hab nichts gesagt. Denn ich war ja nur die kleine dumme, die im Grunde genommen nicht viel konnte. Du bist so mächtig gewesen. Ich habe mein ganzes Leben doch nach dir ausgerichtet aus Liebe. Weißt du noch, wie du in der letzten Zeit gesagt hast, aus Frust, weil ich dir nicht helfen konnte und weil ich alles nicht richtig machte - Du hast mich nur aus der Tiefe hochgeholt. ... Ich weiß, ich habe nicht deinen Bildungsstand gehabt, aber deswegen bin ich doch auch ein Mensch gewesen. Und wie du gesagt hast, ich sitze nur oben in der Wohnung und mache nichts. Ich habe mich doch nur zurückgezogen, weil ich gespürt habe, daß ich nicht voll anerkannt werde. Und da waren die Kinder mein Ein und alles. Aber du warst so übermächtig, Anton. Du warst nie ganz ehrlich zu mir, und das hat mir oft weh getan. Ich hätte oft so gerne eine andere Antwort gegeben, aber ich traute mich nicht.

Th: Ja, schau ihn an, dabei und schau mal, wie er reagiert darauf.

Kl: (weint) Er wird weicher. Du hast das ja auch nicht so bewußt getan, das weiß ich ja. Wir hätten viel mehr darüber sprechen sollen. Wir haben es nicht gewagt, um uns nicht weh zu tun. ...Du weißt, alles, was ich sage, tut unserer Liebe keinen Abbruch. ... (weint) Anton willst du mir jetzt helfen? Es ist doch kein Verrat, wenn ich das sage. Aber ich muß es loswerden, es bedrückt mich so sehr. ... Jetzt kommt er auf mich zu und nimmt mich in die Arme. Er sagt, er liebt mich ja auch und er erkennt, daß er auch Fehler gemacht hat.

Musik wird eingespielt. Die beiden bitten sich gegenseitig um Verzeihung und halten sich im Arm. Die Klientin atmet erleichtert durch. Dann nimmt ihr Mann sie an die Hand und führt sie aus dem Felsbrocken heraus. Die Klientin ist sehr glücklich darüber. Der Weg führt die beiden weiter durch einen wunderbaren, sonnenduchfluteten Waldweg. Der Mann der Klientin sagt, daß er die ganze Zeit zu sehr in seinen eigenen Fehlern gefangen war, ihr jetzt aber selbstverständlich helfen möchte. Er sieht nun auch ein, daß es für die Klientin wichtig war, in der letzten Sitzung all das zu erzählen. Beide gehen ganz entspannt den Waldweg entlang und erinnern sich an ihre schönen geimeinsamen Erlebnisse. Die Klientin schwärmt von wunderschönen Urlauben. Musik wird eingespielt. „Ach, was waren wir so unbeschwert. Es war traumhaft schön.“ Die Klientin sagt unter Tränen, sie wäre so gerne wieder mal in Spanien, um die Erinnerung wieder wachzurufen. Der Therapeut fordert sie auf, einfach jetzt dort zu sein und die Klientin erinnert sich an ganz konkrete Urlaubserlebnisse mit ihrer Familie. In ihren Inneren Bildern spricht sie jetzt auch mit ihrem Mann darüber. Beide lachen und ihr Mann meint, es seien im Grunde nur dumme Ausrutscher gewesen, wenn er sie mal verletzt hat. Außerdem hätte sie sich alles immer zu sehr zu Herzen genommen. Er sagt ihr, daß er sie über alles liebt.

Kl: Ja, das weiß ich doch und deshalb hab ich doch so verletzt reagiert, weil ich so offen war. Deshalb ging das so tief bei mir. ... Wir haben eine wunderschöne Zeit zusammen mit den Kindern erlebt. Und deshalb ist es jetzt auch so schwer für mich. Aber ich weiß, daß ich es schaffe und ich werde es auch schaffen. Und mein Mann nickt, er sagt auch, ich werde es schaffen. Er weiß, daß er noch ein Weilchen auf mich warten muß. Er sagt, es war Egoismus von ihm, zu hoffen, daß ich ihm bald folge in die geistige Welt. Aber er sieht jetzt ein, daß ich noch gar nicht kommen werde, denn ich habe jetzt diesen Weg eingeschlagen und den werde ich konsequent weitergehen. Das sieht er jetzt ein und will mich unterstützen. Er sagt zu mir - ich kann ganz schön stur sein, wenn ich mir was in den Kopf gesetzt habe. Ja, das stimmt. Das glaubt man gar nicht.

Der Therapeut fordert die Klientin an dieser Stelle auf, zu einem Ereignis zu gehen, wo sie diese Qualität gebraucht hat. Sie nennt alltägliche Begebenheiten, wo sie Dinge einfach in die Hand genommen und so gemacht hat, wie sie es sich vorgestellt hat.

Kl: Ich wollte immer zeigen, daß ich es kann, daß ich es schaffe. Und ich habe immer alles geschafft, was ich mir vorgenommen hatte. ... Ja, mein Mann lächelt und sagt: Ja, ja, ich kenne das.

Der Therapeut fragt die Klientin, wie sich das in ihrem Körper anfühlt. Sie meint der Druck in der Brust wäre nach der letzte Sitzung schon besser geworden und jetzt fühle sich der ganze Körper herrlich leicht an. Sie teilt dies ihrem Körper mit.

Kl: Am liebsten möchte ich springen und hüpfen wie ein Kind. Wenn ich nur jetzt die Nierenschmerzen nicht hätte und die Wirbelsäule mich nicht hindern würde, zu hüpfen.

Th: Ja, sprich die Nieren und die Wirbelsäule auch wieder direkt an.

Kl: Wirbelsäule, du hinderst mich, meinem Lebensgefühl durch Laufen Ausdruck zu verleihen. Ich liebe doch die Bewegung. Du hinderst mich. Warum tust du das? ... Ja, sie sagt, sie ist erstarrt, weil ich nach dem Tod meines Mannes in solche Depressionen verfallen bin.

Th: Ok., frag sie direkt, ob sie wieder beweglich wird, wenn du deine Depressionen auflöst.

Kl: Ja, sie sagt, jetzt stecken ja die Metastasen in ihr.

Der Therapeut gibt der Klientin die Anweisung, sie soll den Metastasen mitteilen, was die Wirbelsäule eben gesagt hat. Die Metastasen sagen, sie könnten nichts dafür. Die Klientin fordert die Metastasen auf, einfach zu verschwinden. Doch sie meinen: Ja, ja, nur mal nicht so schnell und vorlaut. Der Therapeut möchte gerne wissen, was die Aufgabe der Metastasen ist, hre Botschaft. Sie sagen, sie wollen der Klientin das Kämpfen beibringen und wenn sie diese Aufgabe erfüllt haben, verschwinden sie wieder. Dies teilt die Klientin nun wiederum der Wirbelsäule mit. Die Wirbelsäule meint, das sei kein schlechter Gedanke. Die Klientin trifft daraufhin die Vereinbarung mit der Wirbelsäule, daß sie jetzt kämpfen wird, dann werden die Metastasen verschwinden und die Wirbelsäule wieder beweglicher werden. Auf die Frage, ob das für sie in Ordnung ist, antwortet die Wirbelsäule: Klaro! Die Klientin meint:

Kl: Ach, Wirbelsäule, ich könnte dich umarmen, das ist so richtig der Jargon meines Sohnes. Ja, ich umarme sie. ... Aber die Nieren tun mir jetzt so weh.

Th: Ja, klar, die wollen auch. Sprich sie jetzt an.

Kl: Nieren, warum tut ihr mir so weh? Sie sagen, der Nierentee war zu stark. Ich hab den Tee doch jetzt abgesetzt, ihr schmerzt aber immer noch. Sie sagen, da könnte ein kleiner Wirbeleinbruch in der Wirbelsäule sein und sie haben jetzt so wenig Platz im Gegensatz zu früher. ... Ja, ihr Nieren, das ist auch ein Problem für mch, daß ich kleiner geworden bin (Die Klientin hat Osteoporose). Mein Brustkorb sitzt schon im kleinen Becken drin. Ich weiß, daß ihr da nicht mehr so viel Platz habt. Aber sie wollen mir helfen. Ich soll jetzt nur nicht so viel Nierentee trinken. Ich soll das ein bisschen sachter machen. Ja, ihr Nieren, ich verspreche es euch. ... Und rechte Niere, ich habe eine Stein, hab ich gehört.

Th: Stell dir die Niere mal optisch vor, so daß du sie sehen kannst. Und wenn sie einen Stein hat, soll sie einen Purzelbaum nach vorne machen und wenn sie keinen Stein hat, einen Purzelbaum nach hinten.

Kl: Sie macht einen Purzelbaum nach vorne.

Th: Frag sie mal, warum dieser Stein entstanden ist.

Kl: Ja, ich habe die letzten zwei Jahre zuwenig getrunken seit ich die Makrobiotik mache, denn da heißt es immer - nicht so viel trinken. Und ich hab das gemacht, obwohl ich früher schon mal einen großen Stein hatte. Und das war falsch. ... Niere, muß ich den Stein operieren lassen. Nein sagt sie. Kann ich also mit dem Stein leben? Ja.

Th: Laß den Stein mal direkt auftauchen und frag ihn.

Kl: Er sagt auch, ich habe zu wenig getrunken. Ist es gut, wenn ich mehr trinke? Er sagt ja. Und ich soll mich mehr bewegen.

Th: Nierensteine hängen ja häufig auch mit dem Thema „Beziehung“ zusammen. Wenn das stimmt, dann soll dir dieser Stein mal eine Erinnerung zeigen, so daß du das jetzt auch vielleicht im Nachhinein auflösen kannst.

Kl: Ja, da sind jetzt meine beiden Söhne, die sich nicht so gut verstehen.

Sie sagt ihren beiden Söhnen, daß ihre Angst, zwischen ihnen beiden könnte was passieren, auch zur Bildung des Nierensteines beigetragen hat. Sie sagt ihnen auch, daß er für sie wichtig ist, daß die beiden sich versöhnen.

Kl: Das ist sogar sehr wichtig für mich, denn ich brauche euch.

Sie redet sich alles von der Seele in Bezug auf ihre Ängste und in Bezug auf ihre Wünsche, daß die Kinder sich verstehen und versöhnen. Zu ihrem älteren Sohn sagt sie:

Kl: Du bist so sensibel und verletzlich und du bist so gehemmmt. ... Klaus sagt, daß er den Vater so vermißt. Er glaubt, er müsse ihn vertreten und die beiden jüngeren erziehen.

Th: Laß deinen Mann auftauchen und sag’s ihm.

Die Klientin erzählt dies ihrem Mann und teilt ihm auch mit, wie sehr sie sich wünscht, daß sich alle vertragen.

Kl: Anton, wir vermissen dich sehr, weil du der Familienmittelpunkt warst. Mein Mann sagt, der Klaus soll endlich davon ablassen zu glauben, er müsse die beiden kleineren erziehen.

Th: Ja, er soll’s ihm selbst sagen.

Kl: Ja, er tut es.(weint) Klaus geht jetzt auf mich zu, nimmt mich in den Arm und weint. ...

Die Klientin sagt Klaus, daß die ganze Familie ihn doch lieben würde. Daraufhin meint Klaus, er wisse das, aber er sei gefühlsmäßig so blockiert. Er habe als Kind nie die Rangfolge mit seinem Bruder auskämpfen können und deshalb haben sich diese Neid- und Eifersuchtsgefühle so aufgestaut.

Th: Wer hat ihn daran gehindert?

Kl: Ja ich! Ich konnte nicht sehen, wenn sie sich gekloppt haben. Ich bin immer dazwischen.

Th: Ok., hol die Situation herbei und versuch mal, nicht dazwischen zu gehen. Schau mal, ob es geht.

Kl: So, ihr zwei Raufbolde, jetzt rangelt miteinander, ich misch mich nicht ein. (weint) Ja, es fällt mir schwer, denn der eine ist ja viel kleiner und schwächer.

Th: Ja, erlaub dir einfach mal wahrzunehmen, was passiert, wenn du nicht eingreifst. Du bekommst dadurch auch ein Stückchen Wahrheit mit über deine Kinder. Wenn es dir wehtut, dann laß es da sein. Drück deinen Schmerz darüber ruhig aus.

Kl: Kinder, wie könnt ihr nur so aufeinander losgehen? Das tut mir so weh! (weint und schreit) Oh, wie könnt ihr nur?! Das tut mir so weh!!! Oh, lieber Gott, mach, daß nichts Schlimmes passiert! Oh, das tut so weh! Oh, ist das schlimm, ist das schlimm!!! Oh, wie könnt ihr euch nur so schlagen?! Ihr seid ja schlimmer als die Tiere! Ihr habt ja gar keine Hemmschwelle mehr. Ihr geht ja aufeniander los, als wärt ihr Feinde. Wie könnt ihr das nur tun??!!! Habt ihr kein Erbarmen mit dem anderen? Ihr seid doch Brüder. Oh wie furchtbar, oh, ist das furchtbar!!! Oh mein Gott! Wie kann man das nur tun?

Th: Ja, schau mal, was passiert jetzt?

Kl: Eigenartigerweise war es gar nicht so schlimm, wie ich gedacht hab. Das war für die beiden wie ein reinigendes Gewitter. Der Jüngere sagt, ist ja ok., du bist der Stärkere. ... Ich bin ganz erstaunt. der Große hat jetzt den Kleinen auf der Schulter und sie ziehen los.

Th: Ok., dann laß die beiden jetzt mal auftauchen, so wie sie heute aussehen.

Kl: Ja, die beiden strecken sich die Hände entgegen. Ihr Lieben, ihr habt mir jetzt das größte Geschenk gemacht, daß ihr mir je machen konntet. Ich kann richtig tief durchatmen. Mir fällt ein großer Stein vom Herzen. ... Jetzt ist Frieden.

Th: Und spür mal, das war auch deine Leistung. Du hast dich nicht eingemengt und es hat dir wehgetan. Und du hast deine Schmerzen ausgedrückt und dadurch ist es auch möglich geworden. Das heißt auch, du hast das Kämpfen erlaubt. Und du sollst ja kämpfen lernen. Jetzt hast du erlaubt, daß gekämpft wird. Spür mal diesen Zusammenhang. Das, was sich klären will, muß sich klären und dann ist Frieden. ... Rede nochmal mit den beiden.

Die Klientin erzählt den beiden Jungen, daß sie diese Angst, die beiden könnten mal aufeinander losgehen, seit Jahren schon mit sich herumträgt.

Th: Frag die Angst mal, ob sie auch dazu beigetragen hat, daß das Krebswachstum entstanden ist. - die Angst nickt - Rede weiter mit deiner Angst. Sag ihr sowas wie, heute hast du sie akzeptiert, sie da sein lassen.

Kl: Angst, heute habe ich dich zum ersten Mal zugelassen. Es hat sehr geschmerzt. Wie war es für dich. Sie sagt, ich mußte das einmal in der vollen Breite erleben. Ich habe es immer verdrängt. Ich habe die Angst immer verdrängt.

Th: Sag’s ihr direkt.

Kl: Angst, ich habe dich immer verdrängt. Ich hätte dich viel eher loslassen können, wenn ich dich einmal ausgelebt hätte. Ja, sie nickt.

Th: Ok., bist du bereit, sie jetzt eher wahrzunehmen und sie auch anzunehmen.

Kl: Angst, ich bin bereit, wenn du wiederkommst, dich anzunehmen.

Th: Wenn du sie annimmst, wird sie sich auflösen, denn dann hast du ja keinen Gegner mehr. Angst ist Angst, sie ist da, es gibt sie. Und je mehr du sie annimmst, desto mehr wird sie zum Freund, zum Begleiter, zu Warner, wie auch immer.

Kl: Sie sagt mir, ich soll sie als Freund sehen. Sie will mir helfen. Angst, ich danke dir, daß du mein Freund bist und mir helfen willst. Ich werde dich auch zulassen und akzeptieren. Das wird auch höchste Zeit, meint sie.

Zum Abschluß führt der Therapeut die Klientin wieder in das Anfangsbild zurück, zu dem Weg mit dem Felsbrocken.

Th: Sei mal dort und sag mir, was sich verändert hat.

Kl: Ich bin wieder in dem Wald und am Waldesrand steht mein Mann vor dem Felsbrocken. Er wartet, bis ich bei ihm bin und dann hüpfen wir wie die Kinder über den Felsbrocken. Wir sind wie die Kinder, fröhlich, ausgelassen. Ah, ist das herrlich. Wir lachen und albern herum wie die Kinder.

Die Klientin schwärmt von vielen wunderschönen gemeinsamen Erlebnissen mit ihrem Mann. Der Therapeut fordert sie dann auf, nochmal mit dem Felsbrocken zu sprechen.

Kl: Felsbrocken, wie siehst du das jetzt alles und wie fühlst du dich? Er sagt, er hat seine Aufgabe erfüllt.... Ich danke dir, Felsbrocken, daß du mir geholfen hast.

Th: Faß ihn mal an, fühle ihn mal.

Kl. Er wird kleiner. Erst war er so groß und dunkel. ... Felsbrocken, zuerst warst du so groß und dunkel und sehr beeindruckend. Im wahrsten Sinne des Wortes von Drücken. Und jetzt bist du voller Moos und wirst immer kleiner und kleiner und verschwindest und jetzt bist du eine große Baumwurzel, die mit Moos bewachsen bist ...

Th: Ja, es gibt kein Hindernis mehr auf deinem Weg - spür das mal.


3. Session: Glaube

Die Klientin wählt diesesmal die dritte Tür auf der linken Seite mit der Auschrift „Glaube“. Sie findet sich alleine in einer Kirche wieder, wo sie, wie sie sagt, sehr gerne ist. Sie sieht ihre Eltern und ihre Großmutter, begrüßt sie und freut sich sehr, sie zu sehen.

Die Klientin erzählt unter Tränen, daß sie von den dreien angelächelt wird und sie ihr sagen, sie fänden es auch schön, sie hier zu treffen. Der Mann der Klientin steht bei ihr, hat seinen Arm um ihre Schulter gelegt und sagt, er habe ja versprochen, ihr zu helfen.

Die Eltern der Klientin haben einen sehr gütigen Gesichtsausdruck und sagen ihr, sie soll nicht so viel zweifeln.

Kl: Ich möchte glauben, aber ich habe noch so viele Zweifel.

Th: Erzähle mal deinen Eltern von deinen Zweifeln.

Kl: Ich zweifle immer noch daran, daß ich es wirklich schaffen werde, obwohl ich ganz im Inneren spüre, daß ich es schaffe. Aber die Angst ist immer noch da, weil der Krebs schon so weit fortgeschritten ist mit den Metastasen. Das ist so ein Wechselbad der Gefühle - Schaffe ich es oder schaffe ich es nicht? Aber so ganz im Stillen und ganz im Tiefen weiß ich, daß ich es schaffe. Sie sagen, wir sind doch bei dir, um dir zu helfen. Glaube doch ganz fest, das hilft dir. Und du wirst es schaffen. Mein Mann lächelt mich an und sagt: Siehst du, da hast du wieder die Bestätigung. Nun glaube doch endlich.

Der Therapeut macht den Vorschlag, die Eltern der Klientin sollen ihr auf ihrem Weg das nächstwichtige Bild, die nächstwichtige Situation, das nächstwichtige Ereignis zeigen. Die Klientin fragt ihren Vater unter Tränen, was sie noch auflösen soll und er antwortet: Deinen Zweifel. Der Vater zeigt dann der Klientin, wo ihr Zweifel entstanden ist. Er führt sie in die Praxis des Radiologen.

Kl: Ich sehe die Aufnahmen des Knochenszintigramms, also von diesem Durchleuchtungsapparat, wo man die Röntgenbilder sieht. Und ich bin so geschockt über die Metastasen, die da sichtbar sind als dunkle Punkte.

Th: Sprich direkt zu diesen dunklen Punkten.

Kl: Dunkle Punkte, ich bin so geschockt euch zu sehen. Ich hatte gehofft, ich hab keine Metastasen im Knochensystem. (weint) Jetzt in zwei Jahren haben sich soviele Metastasen gebildet, obwohl ich doch die Medikamente genommen habe und immer regelmäßig zur Nachsorge gegangen bin. Das war immer alles in Ordnung und der Doktor hat noch im Sommer gesagt: Sie haben es überwunden, sie sind gesund. Und jetzt kommt dieser Hammer, wo das Knochensystem die ganzen Metastasen zeigt. Und da war ich wie gelähmt und ich habe gedacht, ich weiß nicht, ob ich das schaffen werde. Und dann hat der Arzt gesagt, ja dann bestrahlen wir erstmal ihre Hüfte und dann müssen wir noch eine Chemotherapie eventuell in Angriff nehmen. Und ich möchte weder bestrahlt werden, noch eine Chemotherapie.

Th: Schau mal, wie dein Vater reagiert, der jetzt dabei ist.

Kl: (weint) Er sagt, es gibt noch andere Wege. ... Vati zeig mir bitte diese anderen Wege. ... Er sagt, ich hab sie ja schon eingeschlagen. Ich soll nur ganz fest glauben und keinen Zweifel aukommen lassen.

Die Klientin redet nochmal mit den Metastasen und sagt ihnen, daß sie sie in ihrer Hoffnung und Zuversicht so weit zurückgeworfen haben.

Kl: Denn der Arzt hat gesagt, 2 höchstens 3 Jahre gibt er mir noch. ... Und er hat gar keine Zeit für mich gehabt.


Th: Sag’s ihm wieder direkt.

Kl: Herr Dr. B., Sie haben sich überhaupt keine Zeit genommen für mich. (weint) Sie haben doch gesehen, wie geschockt ich war und wie schwerwiegend dieser Befund war. Aber, nein für Sie war es wichtiger zu dieser Versammlung zu gehen. Sie haben mich als Patientin einfach allein gelassen. Ich war doch in dem Moment bestimmt wichtiger, als bei dieser Gesellschaft anwesend zu sein. Sie hätten ja auch noch 10 oder 15 Minuten für mich Zeit haben können. Nein, Sie haben mich einfach abgefertigt. Noch nicht mal 5 Minuten und dann war ich wieder draußen. Das gehört sich einfach nicht. ...Er schaut mich ganz erstaunt an, daß ich es gewagt habe, ihm das zu sagen. ... Es wäre so wichtig für mich gewesen, daß Sie sich etwas Zeit genommen hätten, um mit mir darüber zu reden. Denn für mich ist das doch lebensentscheidend. (weint) Aber ich bin ja nur ein Fall für Sie und die Menschlichkeit blieb ganz auf der Strecke. ... Mein Mann hat immer noch seinen Arm um meine Schulter, der läßt mich gar nicht los.

Th: Guck doch mal, was der dazu sagt. Der soll auch mal mit dem Arzt reden.

Kl: (weint) Ja, er sagt zu ihm: Also, als Kollege möchte ich Ihnen sagen, daß Sie überhaupt kein Herz haben. ... Der Dr. B. sagt jetzt, er wäre schon so abgehärtet, daß er sich gar nicht in die Situation der Patienten hineindenken und hineinfühlen kann. ... Er entschuldigt sich. (Klientin beruhigt sich).

Der Therapeut macht den Vorschlag, die Klientin soll ihrem Arzt jetzt erzählen, daß sie sich jetzt mit ihren inneren Bildern beschäftigt und dadurch versucht, den Hintergrund des Krebses aufzulösen. Sie erzählt dem Arzt unter Tränen, daß sie mit ihren Metastasen spricht.

Kl: (weint) Ich seh meine Metastasen nicht als Feinde, sondern als Botschafter, die mir etwas sagen wollen. Ich unterhalte mich mit ihnen, denn sie wollen mir alle sagen, daß ich leben soll. Und ich habe die Botschaft verstanden.

Th: Und sag ihm jetzt auch sowas wie - Der Schock, den Sie mir gemacht haben, indem Sie mir nur noch 2 - 3 Jahre zu leben gegeben haben, der steht dem entgegen. Deshalb wäre es wichtig, daß er diese Botschaft zurücknimmt. So nach dem Motto - Ich weiß es nicht. Weil er weiß es wirklich nicht.

Kl: (weint) Als Sie mir eben gesagt haben, daß ich nur noch 2-3 Jahre zu leben habe, das war wie ein Schock für mich. Damit nehmen Sie mir ja jede Hoffnung, daß ich weiterleben werde. Und ich will weiterleben.

Th: Ja, und diese Botschaft wirkt im Unterbewußtsein. Diese Aussage muß er zurücknehmen.

Kl: (weint) Diese Aussage von Ihnen zerstört in mir alles. Das ist wie eine Bestimmung. Mein Unterbewußtsein hat das aufgenommen und meint, ich habe nur noch 2-3 Jahre zu leben. Nehmen Sie das bitte auf der Stelle zurück und geben Sie mir die Hoffnung, daß ich weiterleben werde, daß ich es schaffen werde.

Th: Weil du machst ja auch was. Wenn du nichts machen würdest, hättest du vielleicht wirklich nur noch 2-3 Jahre. Aber du guckst nach in dir, du beschäftigst dich mit dir und dementsprechend hast du eine ganz riesengroße Chance.

Kl: (weint) Denn ich beschäftige mich ja mit der Krankheit und ich setze mich mit ihr auseinander und ich mobilisiere damit meine Lebensenergie und die wird mir helfen, meine Krankheit zu überwinden. Es sind schon so viele Krebskranke geheilt worden durch ihren Glauben und dadurch, daß sie sich mit ihrer Krankheit auseinandergesetzt haben. (weint) Ich will ja an mir arbeiten. Ich will mich ja nicht ins Kämmerchen setzen und sagen, so nun sterbe ich. Das kommt für mich ja gar nicht in Frage. Schauen Sie sich doch die Patienten an, die zu Ihnen kommen. Die werden von oben bis unten bestrahlt, die werden bombadiert und glauben, nur durch die Bestrahlung werden sie geheilt und machen innerlich gar nichts Aktives für sich. Ich gehöre nicht zu diesen Menschen. Ich habe einen anderen Weg beschritten, der meinen Körper nicht kaputt macht, durch Chemotherapie und Bestrahlung. Ich gehe den sanften Weg und helfe meinem Körper, seine Lebensenergie zurückzufinden, mein Immunsystem aufzubauen. Was haben Sie sich denn um mein Immunsystem gekümmert? Überhaupt nicht, überhaupt nicht. Sie haben noch nicht mal gefragt. Nein, Sie mit ihrer Engstirnigkeit, Sie sehen nur ihre Bestrahlungsbomben. Und Sie meinen, damit könnten Sie den Krebs besiegen. Aber Sie können den Krebs damit nicht besiegen, sondern Sie machen die Menschen und ihr Immunsystem damit kaputt dadurch. Alles andere ist Ihnen ja egal. ... Er ist jetzt sehr betroffen, er ist sogar äußerst betroffen. ... Ich bitte Sie, ihren Satz zurückzunehmen, daß ich nur noch 2-3 Jahre zu leben habe, denn Sie wissen, es gibt immer wieder Wunder. Und ich hoffe,daß ich auch dieses Wunder erleben werde und ich glaube ganz fest daran. Und darum bitte ich Sie, diesen Satz meiner Lebensbeschränkung zurückzunehmen. ... Ja, er entschuldigt sich, nimmt es zurück und sagt, er hat nicht gewußt, daß es mich so tief getroffen hat. Er sagt, ja wir haben Statistiken. (wütend) Statistiken! Statistiken! Ein Mensch ist aber keine Statistik. Eine Statistik ist der Superlativ einer Lüge.

Th: In so einer Statistik sind überwiegend Menschen, die nichts mehr machen, die einfach alles geschehen lassen. Da mag das so ziemlich zutreffen. Aber der Simonton hat in Amerika vor 15 Jahren schon bewiesen - der hat da eine eigene Krebsklinik - daß man nur mit Visualisierungen die Lebenszeit verlängern kann. Und der hat realtiv einfach gearbeitet, also nur die Leute sich vorstellen lassen, daß das Immunsystem kämpft und stark ist. Und du verschiebst oder überdeckst ncht mal nur deine eigenen Bilder, sondern du bearbeitest sie sogar. Sag’ ihm das jetzt

Kl: Sie wissen jetzt, welchen Weg ich eingeschlagen habe, daß ich ganz tief im Inneren mich mit der Krankheit auseinandersetze und herausbekommen will, wo meine seelischen Blockaden sind, die mich daran hindern, meine Krankheit zu überwinden. Und wenn ich diese Blockaden gelöst habe, dann fließt wieder meine Lebensenergie, mein Immunsystem wird gestärkt, das am Boden ist. Und das hilft mir. Können Sie das denn nicht verstehen, daß es auch noch andere Wege gibt außer ihren schulmedizinischen engstirnigen Vorschriften? Wenn Sie jetzt wissen, wie ich arbeite, können Sie mir da nicht eine positivere Prognose geben? ... Er sagt, er ist erschüttert, daß er mich so getroffen hat. Er sagt, es fällt ihm zwar immer noch schwer, von seiner schulmedizinischen Richtung abzukommen, aber auch dort gibt es sogenannte Remissionen. Anders kann es die Schulmedizin nicht beschreiben, weil sie irgendwie gebunden ist an das ganze System. Und er wünscht mir von Herzen, daß ich es schaffen werde.

Th: Toll, er muß ja nicht dran glauben, aber er muß dir wenigstens die Möglichkeit offen lassen. Jetzt spür mal in dich rein, wie es sich anfühlt und schau mal, was dein Mann dazu sagt.

Kl: Mein Mann drückt mich ganz fest an sich und strahlt mich an. Der verläßt mich überhaupt nicht, der ist immer an meiner Seite. Auch mein Vater strahlt mich an, hebt den Daumen und sagt: Siehst du, wir schaffen es. Wir helfen dir alle. Du bist nicht alleine. Glaube nur ganz fest daran. Der Glaube ist stärker als der Zweifel und du bist ein gläubiger Mensch - das weiß ich, das fühle ich. Du schaffst es.

Die Klientin atmet tief durch und fragt dann auf Vorschlag des Therapeuten die Metastasen, warum sie aufgetaucht sind. Die Metastasen sagen, die Klientin habe die Schwere der Krankheit nicht anerkannt, sie habe noch nicht tief genug bei sich selbt hinterfragt, was die Krankheit ihr sagen will.

Th: Das heißt, sie haben dir den letzten Tritt in den Hintern gegeben. - Klientin bejaht - Ah ja, das tut natürlich ziemlich weh. Ja, dann sag ihnen, wie es jetzt für dich ist.

Kl: (unter Tränen) Ihr Metastasen, jetzt wo ich weiß, daß ihr so zahlreich in meinen Knochen seid, hab ich es doch verstanden und erkannt, daß ich einfach kämpfen muß und daß ich euch ernstnehmen muß. Und daß wirklich ich aktiv arbeiten muß an der Krankheit. Daß ich mich nicht auf Medikamente verlassen kann, sondern ich in meinem Inneren aktiv arbeiten muß, um alle Hindernisse auszuräumen. ... Ja, sie nicken.

Th: Sie sollen dir nochmal genau zeigen, was für dich so wichtig ist, bearbeitet oder erarbeitet zu werden.

Kl: Sie sagen, meinen ganzen Seelenmüll rauszuräumen. Einfach meinen Körper zu reinigen, auch seelisch zu reinigen. Nicht nur körperlich, sondern seelisch aufzuräumen, einfach aufzuräumen. Ich hab so ein Chaos in mir gehabt. Da konnten sie sich ja ungehindert ausbreiten. Weil ich ihnen ja keine Ordnung in mir selbst entgegensetzen konnte. Ja, das war’s, meinen sie. Der ganze Seelenmüll, der hat sie ungehindert sich ausbreiten lassen. ... Seid ihr bereit, euch zurückzuziehen, wenn ich jetzt meinen ganzen Seelenmüll ausräume? Ja, es wird auch höchste Zeit sagen sie, sonst wäre ich an meinem Seelenmüll zugrunde gegangen. ... (unter Tränen) Ich empfinde sie direkt irgendwie als Freunde, die mir helfen. - Sie sagt ihnen das direkt - Raus mit dem Seelenmüll, nur raus mit dem Seelenmüll, sagen sie. Dann ziehen wir uns auch zurück. Sie wollen mir nicht den Tod bringen. (weint) Sie sagen, anders konnten sie es mir nicht sagen, als daß sie sich im Knocheszintigramm sichtbar gemacht haben. (Lauter) Ihre Botschaft ist: Raus mit dem Seelenmüll, raus mit dem Seelenmüll, sonst hab ich keine Chance. Das ist meine aktive Aufgabe und das soll ich wirklich wahrnehmen. Und sie wollen mir dabei helfen. Alle wollen sie mir helfen, daß ich es schaffe. (weint) Ich habe so viele Helfer. Sie wollen mich nicht untergehen lassen, denn ich werde leben ! Weil ich weiterhin so an mir arbeite. (Lauter) Nur raus mit dem Seelenmüll, raus mit dem Seelenmüll!!! Und ganz fest glauben, ganz fest glauben. (weint) Ist denn schon viel vom dem Seelenmüll raus, ihr Metastasen? Ihr könnt das doch sehen.... Ja, sagen sie, aber es ist noch nicht alles draußen. Es ist schon das Wichtigste draußen, es kommt schon sehr viel Licht rein. Es ist noch etwas da, aber dreiviertel von dem Müll ist schon draußen.

Th: Frag sie mal, was sie unterstützen würde. Wenn Farbe reinkommt, dann ist das ja ein Hinweis da drauf. Frag sie mal, welche Farbe dieses Licht hätte oder hat.

Kl: Welche Farbe hat denn das Licht, das hineinkommen müßte in mich, um mir zu helfen? ...Rot.

Der Therapeut gibt wieder die Anleitung, daß die Klientin sich die Farbe über das Scheitelchakra aus dem Kosmos einlaufen läßt und dabei auch darauf achtensoll, wo besonders viel Farbe hinfließt. - Musik - Stille -

Kl: Ich sehe mein gesamtes Knochensystem von den Zehen bis zum Schädel in rot. Das Blut ist wunderschön rot - da ist die Farbe auch reingeflossen. Also, entweder tanzt das Blut um das Knochensystem ... Ich sehe lauter winzige Goldfunken, die tanzen. Alles tanzt um das Knochensystem herum, alles ist fröhlich und die Metastasen lachen, freuen sich irgendiwe, kichern und lachen und sagen: Na siehst du, so muß es aussehen. Und ich steh da und sag: Das ist doch nicht möglich. Ein rotes Knochensystem. Sonst ist es nur bleich und weiß. ... Metastasen, ihr könnt euch nicht vorstellen, wie erstaunt ich bin. Mein ganzes Knochensystem ist blutrot, es strahlt und leuchtet und rundherum flirrt es und tanzt es, wie goldene Sonnenfünkchen. So wie man im Sommer die Insekten in der Sonne tanzen sieht. Alles ist fröhlich, alles freut sich. Es ist ein wunderschönes Bild anzusehen. Und ihr Metastasen steht dabei. Ich klatscht fast in die Hände und freut euch darüber.

Th: Und schau mal, dieses Bild ist echt. Es ist aus dir selbst heraus entstanden. Wir haben es nicht reingegeben und das ist der riesengroße Unterschied. Deshalb ist es auch Wahrheit, es wirkt so.

Kl: Ja, und das Blut tanzt herum und ist wieder frisch und energievoll.

Th: Und jetzt hol noch deinen Mann herbei und deine Eltern und auch den Arzt, die sollen sich alle das angucken.

Kl: Ja, sind alle da und freuen sich. Sie lachen, sie tanzen um das Knochensystem herum und sagen: Wir haben es geschafft, das kann nur gut werden. So ist es richtig. Siehst du, wenn du ganz fest glaubst, dann siehst du das Ergebnis, genauso ist es. Und das ist es, was wir erreichen wollten und darin besteht unsere Hilfe zu dir. Siehst du, das ist Leben, so sieht das Leben aus. Ein rotes Knochensystem umtanzt von unendlich vielen Lichtfunken, das Blut tanzt herum. Alles ist glücklich und fröhlich und freut sich und dankt Gott. Alle danken dir, Gott.

Th: Laß ihn mal auftauchen, als Bild oder als Gestalt oder als Energie oder als Bote oder als dein Schutzengel. Schau mal, wer auftaucht jetzt?

Kl: (weint) Ein, ein Engel. Ein Engel. Lieber Engel, bist du mein Schutzengel? Er streckt mir seine Hände entgegen und sagt: Ja, ich bin immer bei dir und ich stehe hinter allem und ich laß dich nicht im Stich. Denn ich sehe, daß es dir so ernst ist mit dem Kämfen, daß du leben willst und die Krankheit überwinden willst. Und ich bin immer für dich da und ich helfe dir und ich unterstütze dich. Höre nur auf deine innere Stimme. Sie wird dich lenken und führen. Es wird alles gut, sagt er, es wird alles gut. Du stehst unter meiner Führung. Du hast so gelitten, du wirst das Licht sehen. Und du wirst es erreichen, denn du willst es aus tiefsten Herzen und bittest jeden Tag und rufst mich an, dir zu helfen und dich zu unterstützen und ich höre dich. Ich bin immer bei dir. Wir beide sind so tief miteinander verbunden. Denn du glaubst an mich, an mich deinen Schutzengel.

Th: Er soll mit dir einfach mal, wenn er möchte, auf der Zeitachse vorwärts gehen und dir zeigen, wie dein Körper sich stabilisiert und wieder gesund wird.

Kl: Bitte, lieber Schutzengel, kannst du mir zeigen, wie mein Körper in einigen Wochen und Monaten sein wird. Ja, er zeigt mir den Sommer, den August und zeigt mir, wie ich wieder kräftig bin, wie ich die Kur überstanden habe und wie ich wieder an Gewicht zugenommen habe und wie ich wieder das Leben genieße, die Sonne, die Natur und wie ich lächle. Und wie ich mich rundherum wohl fühle.

Th: Dann geh mal hin zu dir und sprech mit dir.

Kl: Oh, Elisabeth das ist ja wunderschön, daß du festgehalten hast an deinem Weg und an deinem Glauben und an deiner Gewißheit, daß du mit so vielen Helfern rechnen konntest und daß du es jetzt geschafft hast. Siehst du, dein Glaube hat dir geholfen - so steht es schon in der Bibel. Und ich freue mich, daß du es geschafft hast und daß du trotzdem demütig geblieben bist und dankbar und es nicht als Selbstverständlichkeit hingenommen hast, sondern wirklich an dir gearbeitet hast, unbeirrt und voller Glauben an Gott.

Th: Und dann schau mal, was die Elisabeth antwortet.

Kl: Sie sagt, sie ist in dieser Zeit innerlich sehr gereift. Ihr Glaube ist noch fester geworden und ihre Verbundenheit mit allen Helfern ist geblieben. Und ihre Verbundenheit mit ihrem Schutzengel ist für sie unendlich wichitg und sie betet jeden Tag, daß es so bleiben möge, daß kein Zweifel sie vom Weg abkommen läßt und sie dankbar jeden Tag genießen darf, den Gott ihr schenkt.

Th: Laß deinen Schutzengel auch wieder auftauchen und schau, daß er immer noch da ist. Laß ihn einfach da sein.

Kl: Ja, er ist da und lächelt mich an. Er sagt, ich verlasse dich doch nie. Ich war vom ersten Tag deiner Geburt an bei dir und habe dich nie verlassen, nie. Es gab natürlich auch Zeiten, wo du mich nicht so in deiner Nähe gespürt hast. Du wirst immer mit mir verbunden sein. Und ich beschütze dich und führe dich. Laß es nur geschehen, höre auf deine innere Stimme und ich führe dich.

Th: Ist er mit dieser inneren Stimme verbunden? - Klientin bejaht - Also, wenn du deine innere Stimme hörst, hörst du quasi ihn auch. - Klientin bejaht - Frag ihn mal, ob du jederzeit mit ihm Kontakt aufnehmen kannst und ihn fragen kannst oder sowas.

Kl: Da sagt er, das tust du schon, das tust du doch schon und insbesondere nach dem Tod deines Mannes. Und du hast auch schon erlebt, wenn du der inneren Stimme nicht gefolgt bist, dann hast du die Konsequenzen tragen müssen. Und das stimmt. Die innere Stimme hat mich schon manchesmal gewarnt.

Th: Gut, wenn die so klar ist, deine innere Stimme, dann frag sie jetzt mal, ob du deinen Krebs im Wesentlichen schon überwunden hast.

Kl: Er sagt ja, aber ich muß noch weiter an mir arbeiten. Ich darf jetzt die Hände nicht in den Schoß legen. ... Ich frage ihn jetzt, ob er bereit ist, mir immer wieder zu zeigen, was ich machen soll, wie es weitergeht. Er sagt, wenn ich bereit bin auf die innere Stimme zu hören, dann ist er bereit.... Lieber Schutzengel, ich bin aus tiefstem Herzen bereit, auf die innere Stimme zu hören. Nur helf mir bitte, wenn Zweifel aufkommen, diesen Zweifel einfach zu Seite zu wischen und wieder fest zu glauben. Da bin ich noch wankelmütig.

Th: Was sagt er?

Kl: Er sagt, ja, du bist ja auch ein Mensch.

Th: Genau und das ist auch wichtig. Spür mal, Menschen haben einfach Zweifel, weil Menschen haben dadurch die Möglichkeit, ganz tief mit allem in Kontakt zu kommen. Weil wenn du zweifelst wirst du immer auch herausgefordert, tiefer ins Vertrauen zu gehen. Also, ein Zweifel hat immer auch die gegenteilige Wirkung - du wirst herausgefordert und von daher ist ein Zweifel auch fast sowas wie ein Freund. Und laß doch einfach deinen Zweifel mal auftauchen und schau mal, wer da kommt.

Kl: Es taucht ein alter Mann auf. (erstaunt) Du bist also mein Zweifel, das hätte ich jetzt nicht geglaubt. Er sagt zu mir: Schon wieder zweifelst du. ... Zweifel, was hast du mir an Botschaft zu bringen? Was möchtest du mir sagen? Er möchte mir sagen, daß ich mich ganz intensiv mit mir selbst beschäftigen soll.

Th: Was ist seine Aufgabe da ran? Frag ihn mal, warum er so heftig da ist.

Kl: Er sagt mir, es ist verständlich, daß ich mal immer kurz vom Weg abkomme, aber er will mich immer wieder auf den richtigen Weg zurückstupsen.

Th: Also, der Zweifel taucht immer auf, wenn du so ein bisschen abweichst vom Weg? Dann ist er da und dann spürst du ihn. Und dann mußt du wieder ein bisschen nachdenken. - Klientin bejaht - Das klingt ja wirklich wie ein guter Freund, der dich immer wieder wach macht. - Klientin bejaht - Dann sag’s ihm.

Kl: Zweifel, bist du mir ein Freund, willst du mir helfen? Er sagt, hast du das noch nicht erkannt? Selbstverständlich will ich dir helfen. ... Ich danke dir Zweifel. Ich danke allen meinen Helfern, allen, allen, ich danke euch.

Th: Dann laß jetzt mal den Schutzengel und den Zweifel gemeinsam da sein und dann frag mal den Schutzengel, ob der Zweifel wichtig ist in deinem Leben.

Kl: Ja, mein Schutzengel sagt, der Zweifel ist für mich im Augenblick der erfahrbare Moment, um nicht vom Weg abzukommen. Also, das erfahre ich als Mensch im Moment am klarsten, weil ich spüre ja den Zweifel. Der Zweifel geht so am Wegesrand entlang mit mir und jedesmal, wenn ich einen Schritt vom Weg abgehe, stupst er mich wieder auf den Weg zurück.

Th: Also, du kannst sehen, es gibt nichts Negatives, sondern alles wirkt total zusammen. Selbst deine Krankheit.

Kl: Ja, der Zweifel sagt auch, wenn ich wieder so in meine Lethargie verfalle, will er mich aufrütteln.

Th: Ja, dann soll dir dein Zweifel jetzt mal das nächstwichtige Bild zeigen, wie deine innere Entwicklungsreise weitergeht.

Kl: Ja, da wird es auf einmal dunkel.

Th: Ja, vielleicht hat es was mit der Dunkelheit zu tun. Sei einfach in der Dunkelheit.

Kl: Aber ich sehe irgendwie Dunkelheit und doch so tief violettes Licht. ... Tief violettes Licht, was willst du mir zeigen? Das violette Licht wird immer mehr und es durchdringt die Dunkelheit. Es sagt zu mir, schau mich erst mal an. ... Ich empfinde, das Licht sagt, es soll eine Verbindung hergestellt werden zu etwas Höherem.

Th: Ja, rede mit dem Licht.

Kl: Violettes Licht, ich erlaube die Verbindung zu dem Höheren. - Musik - Lange Pause - Ich bin wieder in der Kirche. Aber in der Kirche ist es dunkel.

Th: Kommt das violette Licht in die Kirche rein?

Kl: Nein. Es versucht so durch die Kirchenfenster zu kommen.

Th: Frag mal das violette Licht, was du machen sollst.

Kl: Violettes Licht, ich stehe in der Kirche. Sage mir bitte, was ich machen soll. Ich soll auf die Knie fallen und beten. - Musik -

Th: Ja, tu’s und schau mal, was passiert. Und spüre auch mal, was du sagen, was du beten willst.

Kl: Oh, die Kirche füllt sich mit violettem Licht, es wird hell. Es wird ganz hellviolett in der Kirche. Oh, wie schön! (mit Freudentränen) Die Sonnenstrahlen scheinen so von der Seite rein und fallen auf mich.

Th: Rede mit den Sonnenstrahlen.

Kl: Sonnenstrahlen, es ist so schön, daß ihr so wunderschön durch die Fenster strahlt und so wunderschön zu sehen seid. Ihr fallt auf mich. (weint) Ah, ist das schön! Und jetzt kommt aus der Ferne eine Gestalt auf mich zu. ...Gestalt, ich weiß, wer du bist (weint), aber ich wage es nicht auszusprechen.

Th: Tu’s!

Kl: (weint) Gestalt, bist du Jesus? Ja, er nickt. Er legt mir die Hände auf den Kopf - ich habe so den Kopf in die Hände gelegt - und er legt die Hände auf meinen Kopf. (weint)

Th: Ja, spür einfach, daß er da ist für dich, daß er gekommen ist für dich. Oder zumindest du merkst die Präsenz, also die Energie ist da für dich. Und diese Energie heilt dich auch. Erlaube es ruhig.

- längere Pause - Musik -

Kl: Er hat zu mir gesprochen. Hier bin ich. Gehe hin in Frieden. Dein Glaube hat dir geholfen. Und jetzt entfernt er sich wieder.

Th: Frag ihn mal, ob er jederzeit kommt, wenn du ihn brauchst.

Kl: (demütig) Jesus, wirst du jederzeit kommen, wenn ich dich brauche? Ja, er sagt, rufe nach mir und ich werde bei dir sein.

Th: Schön. - Musik -

Kl: Jetzt sehe ich alle Lieben, die am Anfang auch in der Kirche waren. Und alle weinen sie vor Rührung. Sie umarmen mich unter Tränen.

Th: Spür mal, du hast sehr viel Hilfe, du bist nicht alleine. Es spricht nichts dagegen, daß du gesund wirst. - Musik - Ja, wo bist du jetzt.

Kl: Wir sind jetzt alle zusammen aus der Kirche rausgegangen und treten in ein strahlendes Sonnenlicht und alle sagen: Wir werden gemeinsam mit dir den Weg gehen. Wir lassen dich nicht allein. Und hinter uns laufen die Metastasen her und sagen: Geht nicht so schnell, wir wollen mit euch gehen, wir gehören auch zu den Helfern.

Th: Kannst du sie annehmen? - Klientin bejaht - Dann sag’s ihnen.

Kl: Metastasen, ich nehme euch an. Ihr wollt mir ja auch helfen und seid Botschafter .... Die sagen: Lange halten wir das nicht mehr durch, wenn ihr so schnell geht.

Th: Dann kannst du ihnen sowas sagen wie, dann haben sie ja ihre Aufgabe erledigt und können sich auflösen oder zurückziehen, zur Ruhe setzen.

Kl: Ja, sie sagen, das würden sie lieber heute, als morgen tun, aber ich habe halt noch einiges aufzuarbeiten an mir selbst.

Th: Ok. und für diese Lebenstrecke sind sie wichtige Begleiter und dafür sind sie auch da. Das heißt auch ganz tief annehmen.

Kl: Sie sagen, gerne sind sie ja nicht gekommen, aber sie sind für mich eine Lektion. Und außerdem, meinen sie, sind sie ja nur kleine schwarze Punkte und nicht so groß.

Th: Spür nochmal ganz genau, was die Grundstruktur ist von dieser Lektion, so ganz tief, ganz grundsätzlich.

Kl: Sie sagen: Das Leben annehmen, unbeirrt meinen Weg gehen, glauben, mir ein Ziel setzen, ein Ziel vor Augen haben und unbeirrt auf dieses Ziel zugehen, ohne links und rechts zu schauen und mich beeinflussen zu lassen und dadurch wieder Zweifel aufkommen zu lassen. Und Vertrauen in meine eigene Entschlossenheit haben. Und die Eigenverantwortung übernehmen.

Th: Ja, und auf diesem Weg bist du ja.

Kl: Ja.

Th: Ok., dann laß dir noch ein Bild geben zum Abschluß, wie sich das ganz praktisch, ganz pragmatisch in dein Leben umsetzt.

Kl: Sie sagen, das ist doch ganz einfach: Daß ich die Synergetik Therapie mache, daß ich die Breuss-Kur mache, daß ich meine Behandlung bei der Heilpraktikerin fortsetze, das ist doch der Weg und daß ich Freude am Leben habe und mich an allen Dingen erfreue, die um mich herum geschehen. Sie sagen, warum machst du dir das Leben so schwer? Grüble nicht so viel. Es sind doch die kleinen Dinge, die uns die echte Freude bereiten.

Th: Können wir es damit stehen lassen?

Kl: Ja.

- Musik -

Vorgespräch zur 4. Session

Th: Mich würde noch interessieren, wann dieses Knochenszintigramm gemacht wurde.

Kl: Vor zwei Wochen.

Th: Ja, ich wollte nur wissen, seit wann dieser Schock wirkt. Weil solche Botschaften brauchen auch ein bisschen Zeit, bis sie sich dann tiefer setzen und arbeiten. Aber im Prinzip, wenn es erst vor 2 Wochen war, ist das ein akuter Schock und deshalb leichter zu verändern.

Kl: Irgendwie hatte ich auch so das Gefühl - heute als ich herfuhr - daß das irgendwie anfängt zu wirken. Die Metastasen, die rufen die ganze Zeit: Hilfe wir werden kleiner, aber erinnere dich an das, was wir dir gesagt haben. Eigenartig.

4. Session:

Klientin befindet sich wieder im Gang und stellt fest, daß auf der linken Seite eine Türe mit der Aufschrift Chaos dazugekommen ist. In dem Raum ist ein heilloses Durcheinander: Bücher, Zeitschriften, Gerümpel. Der Therapeut fordert die Klientin auf, eines der Bücher zur Hand zu nehmen. Auf dem Buch steht

„So heilt man Krebs“

und der Untertitel lautet

„Schulmedizin kontra Naturheilverfahren“.

Kl: Die Schulmedizin besteht auf ihren Thesen und tut die Naturheilverfahren so von oben herab ab.

Th: Ja, wenn du willst kannst du ja mal so durchblättern und spüren, ob es da etwas Neues gibt, was du noch nicht kennst oder was wichtig ist für dich.

Kl: Die Schulmedizin tut so, als ob man mit Naturheilverfahren nicht zum Ziel kommt.

Th: Gibt es da ein spezielles Naturheilverfahren? Kannst du lesen, was da steht?

Kl: Ja, Enzym - Enzymtherapie. Ein gewisses Präparat ist sehr gut. Wobe-Mugos. Ich kenne das, aber ich habe es noch nicht genommen.

Th: Frag mal das Buch, ob das jetzt ein Hinweis ist, ob du sowas nehmen sollst.

Kl: Jetzt nicht, aber wenn ich die Breuss-Kur beendet habe. ... Jetzt erscheint meine Großmutter und sagt: Nimm einen großen Besen und feg den ganzen Müll einfach raus aus dem Raum. Es ist nichts mehr in dem Raum, was du noch aufheben kannst, es ist alles belangloses Zeug. Dadurch wird der Raum blockiert und du kannst ihn nicht einrichten. Trenn dich von dem alten Mist und heb nicht alles auf....Meine Oma sagt, das ist auch ein konkreter Hinweis für mein Leben und ich hätte auch eine ganze Menge davon im Haus.

Th: Also, du sollst ganz konret dein Leben mal durchforsten, auch in der materiellen Ebene, bei dir zuhause, um mal zu gucken, was du loslassen willst, damit etwas Neues entstehen kann.

Kl: Meine Oma sagt, wenn ich das mache, ist das kein Zeichen für Abschied vom Leben, sondern ich brauche einfach Platz und ich soll ein neues Leben beginnen und mich von dem alten Kram trennen. Das hilft mir dann auch innerlich. Ja, das ist wirklich ein Problem für mich. Ich habe so viele alte Kleider im Schrank, die ich schon seit Jahren nicht mehr trage. Ich darf mich einfach nicht mehr an das Vergangene klammern, ich muß loslassen.

Th: Und du wirst erleben, daß dadurch Energie frei wird. Das ist, wie wenn man eine Festplattem putzt. Du schaffst einfach Platz für was Neues.

Kl: Ich habe auch schon drangedacht, aber ich habe immer Angst gehabt, das würde dann so aussehen, als würde ich mich vom Leben verabschieden. Aber das ist es nicht, sondern ich brauche einen Start für’s neue Leben.

Th: Deshalb auch Chaos. Mein Ansatz heißt ja auch, bevor eine neue Ordnung kommt, muß die alte sich auflösen und da gibt es immer eine Zwischenphase und das heißt Chaos.

Kl: Meine Oma sagt jetzt, das ist doch ganz leicht - ich soll den ganzen Mist einfach rausfegen, es klebt nichts irgendwo fest, sondern es geht ganz leicht raus.

Th: Man hat auch festgestellt, Menschen, die eine spontane Heilung erlebt haben, die haben alle ihr ganzes Leben grundlegend verändert. ... Ja, dann räum jetzt mal deinen inneren Raum auf, und schau mal, wie es dann weitergeht.

Kl: Also, jetzt im Chaos ist er ganz grau und stumpf. Jetzt feg ich ihn aus und er wird lichter und fängt zu strahlen an. Je mehr ich wegfege, desto heller wird er. Die Sonne scheint rein.

Th: Schau auch mal, was du mit diesem alten Zeug machen willst, wo du es hinschmeißt. Guck mal, ob du vielleicht ein Feuer machen willst. Feuer steht ja für Transformation.

Kl: Ja, ich mache ein großes Feuer und ich schmeiße alles rein. Ich schmeiße alles rein. Ich schaue gar nicht mehr, was es ist. Ich werfe alles rein. - Feuergeräusch - (begeistert) - Ja, das lodert wie ein Martinsfeuer. Ah, wunderschön. Ja, ist das herrlich, die Flammen hochzüngeln zu sehen. Es knistert und brennt. Ach ist das schön.

Th: Ja, diese Energie setzt sich frei und du bekommst sie wieder zurück.

Kl: Ah, ist das eine Gewalt, diese Flammen. Ich werf alles drauf, was ich greifen kann, immer drauf, immer drauf. Es kann gar nicht schnell genug gehen. Ich freue mich wie ein Kind über dieses Feuer.

Th: Sag’s dem Feuer direkt: Ich freu mich über dich.

Kl: Feuer, ich freue mich sehr über dich, wie du herrlich und lustig brennst. Ich füttere dich mit allem, was ich greifen kann. Schön, wunderschön. Das Knistern und das Lodern. - Feuergeräusch - Das Feuer sagt, es ist alles Material, was ich nicht mehr brauche und was es furchtbar gern verbrennt. Es kann gar nicht genug davon bekommen. ... Ich bin sehr erleichtert. Ich schüttle den Kopf und sage, warum hab ich das nicht schon früher gemacht.

Th: Ja, und jetzt stell dir noch ein bisschen leichten Regen vor, der die Reste wegspült, ins Meer vielleicht oder in den Boden, wo es wieder fruchtbar wird, der Erde zurückgegeben wird. - Regengeräusch -

Kl: Ja, das Feuer hat Gutes getan, es hat restlos alles verbrannt. Nur schwarze Asche ist übriggeblieben und die sickert jetzt in den Boden und ich tanze herum mit ausgebreiteten Armen, strecke das Gesicht dem Regen entgegen und freue mich. Es ist wie eine Reinigung, der Regen noch obendrein.

Th: Ja, dann laß dich mal überraschen, was aus diesem Platz jetzt ganz von selbst ensteht.

Kl: Eine wunderschöne Blumenwiese - Musik- Wunderschön (weint) Blumenwiese, es ist wie eine Party. So schön bist du! Schmetterlinge fliegen, Vögel zwitschern. Ach, ist das wunderschön. Ein zarter Wind streicht drüber, die Sonne scheint und die Blumen nicken mir zu.

Th: Schau mal, ob du vielleicht sogar kleine Elfen entdeckst, kleine Naturwesen. Schau mal, ob du sowas sehen kannst.

Kl: Ja, sie kommen aus dem nahen Wald herbeigeflogen und tanzen mit den Schmetterlingen. Ich möchte am liebsten mittanzen, aber dann zertrete ich ja die Blumen.

Th: Frag mal die Elfen, ob du mittanzen darfst, ob sie dich mal mit in ihr Land nehmen. Ob du vielleicht sogar zu einer Elfe wirst und einfach mittanzt.

Kl: Sie sagen, wir werden dich klein machen wie eine Elfe und dann zeigen wir dir unser Reich. ... Wir fliegen jetzt in den Wald und fliegen durch eine Baumwurzel und durch diese Öffnung erweitert es sich wieder zu einer Wiese und auf dieser Wiese sind unendlich viele Elfen. Und sie sagen mir: Herzlich willkommen, wir haben schon auf dich gewartet. Setz dich zu uns. Sei fröhlich wie wir. Sie bringen mir zu essen und zu trinken. Und alle lächeln und sind um mich besorgt.

Th: Ja, erzähle ihnen auch von deiner Krankheit und frag sie mal, ob sie dir vielleicht helfen können.

Kl: Elfen, ich danke euch für eure Gastfreundschaft. Ihr wißt bestimmt von meiner Krebserkrankung. Glaubt ihr, daß ihr mir helfen könnt? Ja, sie wollen immer dafür sorgen, daß mein Gemüt sonnig und fröhlich bleibt. Daß ich nicht in trübe Gedanken versinke, sondern so leicht und beschwingt bin, wie sie auch.

Th: Ja, das ist ihre Aufgabe, das können sie. Ja, dann erlaub dir jetzt, tief da einzutauchen. So zu sein wie sie, so zu fühlen wie sie. So leicht, beschwingt, fröhlich, liebevoll. - längere Pause , Musik - Ja, es ist wunderschön gewesen. Ich habe einfach meinen schwerfälligen Körper abgelegt und bin so leicht wie die Elfen. Ich tanze mit ihnen durch die Luft. Wir spielen Ringereihen. Wir fangen uns und lachen und schlagen Purzelbäume. Ich denke gar nicht an den Krebs - den hab ich schon fast vergessen. Ich bin total beschwingt und lache und scherze. Wie die Kobolde sind wir - ausgelassen. Das ist wunderschön.

Th: Ja, atme dieses Gefühl ganz tief in deinen Körper hinein. So, als ob du die Energie von dort transportieren könntest, nachhause bringen könntest. Und spür mal, wo diese Energie, diese Leichtigkeit, diese Fröhlichkeit, Beschwingtheit, wo die in deinem Körper zuhause ist, wo sie hingehört, wo sie von selbst hinfließt.

Kl: In meinen Kopf als erstes. ... Die Energie bläst förmlich die trüben Gedanken weg. Das Grübeln wird weggenommen. In meine Arme fließt sie auch, die leichte Energie. Ich breite die Arme aus, drehe mich um mich selbst. In meinen Brustkorb fließt sie. Ich atme tief ein und aus. Aber jetzt hat die Energie Schwierigkeiten, weiterzufließen. Sie hängt da fest, wo mein Brustkorb in das Becken reingesackt ist durch die Osteoporose, wo ich unbeweglich werde. Da kann sie nicht weiter.

Der Therapeut macht den Vorschlag, die Klientin soll nochmal zu den Elfen gehen, ihnen das erzählen und sie um Rat fragen. Die Elfen sagen, es braucht noch einige Zeit, bis sie auch da beweglich wird und die Energie weiterfließen kann. Die Klientin muß Geduld haben. Die Klientin dankt den Elfen und teilt ihnen auch mit, daß sie bereit ist, Geduld zu haben.

Kl: Sie sagen mir: Gell, du hast lange Zeit deinen Körper nicht akzeptiert, so wie er jetzt ist. Das stimmt. Ich habe meinen Körper gehaßt, als er immer kränker und kränker wurde.

Th: Spreche direkt mit dem Körper.

Kl: Körper, ich habe dich gehaßt, richtig gehaßt habe ich dich. Ich fühlte mich in dir wie in einem Gefängnis.

Th: Achte mal da drauf, was der Körper jetzt macht, was er antwortet, welches Gefühl entsteht.

Kl: Der Körper sagt, ich sei doch der Verursacher dafür gewesen. Er ist ja nicht gerne so. ... Körper, ich will dich ja so akzeptieren wie du bist, wenn ich nur wieder gut laufen kann. Ich habe mich ja damit abgefunden, daß ich kleiner geworden bin. Ich akzeptiere es. Aber laufen möchte ich wieder, ohne Stock laufen.

Th: Ja, laß dir mal zeigen, was du tun müßtest, damit er wieder läuft.

Kl: Ja, er sagt, erstmal muß der Krebs aus dem Körper raus und dann soll ich mich viel bewegen, Gymnastik machen, Schwimmen. ... Körper ich bin bereit dazu.

Der Therapeut regt an dieser Stelle an, eine Vereinbarung mit dem Körper zu treffen, was die Klientin dann auch tut: „Wenn der Krebs aus dir draußen ist, dann werde ich mich wieder mehr bewegen, damit ich dann wieder laufen kann.“ Der Körper ist zuversichtlich und meint, sie würden das gemeinsam schon schaffen.

Kl: Und immer höre ich die Metastasen schreien: Hilfe, Hilfe, wir werden kleiner, wir werden kleiner, wir schrumpfen.

Der Therapeut schickt die Klientin nochmal zu den Metastasen und bittet sie, mit ihnen zu sprechen. Sie sagen, sie hätten nicht erwartet, daß es so schnell gehen würde, daß sie schrumpfen.

Th: Sind sie denn einverstanden damit?

Kl: Sie sagen: Es bleibt uns gar nichts anderes übrig.

Th: Sag ihnen mal sowas wie, sie haben ihre Aufgabe erfüllt und es ist prima, wenn sie jetzt verschwinden. Sie sollen sich keine Sorgen machen. Und sag ihnen auch, du läßt sie ohne Groll los und ob sie auch bereit sind, ohne Groll zu gehen.

Kl: Sie sagen: Ja, wenn ich an ihre Botschaft immer denken werde. ... Ich verspreche es euch. Und ich lasse euch ohne Groll los.

Th: Ja, wenn sie möchten, kannst du diesen Loslösungsprozeß auch für sie ein bisschen erleichtern und du kannst sie fragen, was sie denn gerne noch für eine Farbe hätten, damit sie sich auflösen und leichter von dir verabschieden können.

Kl: Sie sagen, gestern, bei der Farbe rot, als das ganze Knochensystem rot war, das war der ausschlaggebende Punkt, wo sie gespürt haben, jetzt hält sie nichts mehr, jetzt fangen sie an zu schrumpfen.

Die Metastasen wollen noch einmal eine rote „Energiedusche“ bekommen. - Musik - Farbe fließt ein. Die Klientin weint. - Musik - Stille - Die Klientin teilt mit, daß die Metastasen sich wie Luftbläschen aufgelöst haben, in dem Moment, wo die Farbe das Knochensystem wieder rot gefärbt hatte.

Kl: (mit zittriger Stimme) Sie winkten mir noch zu und riefen „Lebe wohl.“

Der Therapeut schickt die Klientin zurück in den Raum, wo am Anfang „Chaos“ stand und sie beschreibt, daß der Raum mehr Fenster bekommen hat.

Kl: Die Wände sind fast eine Glasfront und das Licht scheint rein und durchflutet den Raum. Ich fühle mich mit der Natur total verbunden und sehr unternehmungslustig. Ich möchte den Raum jetzt schön einrichten. Ja, ich tapeziere ihn hell, streiche die Decke weiß, hänge helle Vorhänge an die Seiten. Die Fensterfronten bleiben frei. Der Fußboden ist schön aus Holz. Das gibt eine warme Atmosphäre.

Th: Sag’s wieder in der Du-Form.

Kl: Du, Fußboden gibst mir eine schöne heimelige Atmosphäre. - Musik - Ich stelle einen schönen weißen Schrank an die Wand. Schrank, du behältst die Helligkeit im Raum, auch wenn die Sonne abends untergeht. Ich liebe diese Helligkeit. Ich stelle eine helle weiße Couch auf den Fußboden, auf den ich vorher einen weichen, hellen Teppich gelegt habe. Alles ist leicht und licht und fröhlich und strahlt eine sehr heitere Atmosphäre aus. Ich hänge ein schönes Bild an die Wand, das eine Sommerwiese zeigt. Das ist die Wiese mit den Elfen.

Th: Ja, wenn du willst, kannst du direkt in die Blumenwiese gehen und dann bist du wieder dort.

Kl: Ja, die Elfen sagen, wenn du in dem Raum bist und schaust auf das Bild, dann weißt du, daß wir bei dir sind. Du brauchst nur auf das Bild zu schauen. Schließe deine Augen und du bist bei uns.

Th: Wenn du möchest, kannst du dir in den nächsten Tagen auch irgendwo so ein Blumenbild besorgen und bei dir aufhängen. Dein Unterbewußtsein nimmt es dann ständig wahr und es arbeitet dann ständig in diese Richtung. Das ist dann wie so eine Bildaffirmation. Das ist wie eine ständige Erinnerung an diese Leichtigkeit. Du kannst dann die Augen schließen, dir die Elfen vorstellen und sie dann in dieses Bild hinein einladen. Dann sind die auch in diesem Bild, energetisch. Frag die Elfen mal, ob sie das machen würden - in dein Bild hineingehen, das du dir besorgst in den nächsten Tagen.

Kl: Ja, sie sagen wir warten darauf. Sie sagen, damit du weißt, daß wir dann immer um dich herum sind. Aber ich soll nicht solange zögern, das Bild zu kaufen.

Th: Ja, dann komm wieder zurück in den Gang und gehe zu deiner letzten Türe.

Kl: Ja, ich stehe vor der Tür.

Auf dieser letzten Türe steht „Leben“. Die Klientin nimmt den Raum als Fortsetzung von dem letzten Raum wahr. Der Raum ist bereits möbeliert, alles hell und licht, mehr Möbel sind darin. Ihr Mann steht da und sagt: Willkommen in deinem neuen Leben. Er schenkt ihr ein rotes Pappherz und eine rote Rose. Auch die Eltern, die Großmutter, alle, die sie auf ihrer inneren Reise begleitet haben, sind da und klatschen in die Hände. Sie sagen: Du hast es geschafft, du hast harte Zeiten hinter dir, aber es hat sich gelohnt.

Kl: Ich bin irgendwie ein anderer Mensch geworden. Gereifter, viel gereifter.

Th: Und spür mal, daß du selbstständiger geworden bist - selbstständig deinen Weg jetzt gehst.

Kl: Ja, ja das stimmt. Ich habe mich in diese Richtung entwickelt, Selbstverantwortung übernommen. Ich gebe niemandem für meine Probleme die Schuld. Ich selbst habe die Verantwortung dafür und ich selbst habe es in Eigenverantwortung wieder richtig gebogen. Irgendwie bin ich größer geworden.

Th: Sag’s deinem Körper - Guck mal, ich bin schon größer, du mußt jetzt bald mal nachziehen wieder.

Kl: (lacht) Körper, ich bin größer geworden. Psychisch bin ich schon gewachsen.... Aber körperlich noch nicht, sagt er. Das ist doch auch nebensächlich, ich kann ja die Wirbelsäule nicht mehr auseinanderziehen. Was zusammengebrochen ist, ist zusammengebrochen.

Th: Frag sie mal direkt.

Kl: Wirbelsäule, ich weiß, du bist zusammengebrochen und du kannst dich nicht wieder aufrichten. Nein, sagt sie, das geht nicht. Aber weißt du, sagt sie, du bist anders gewachsen und das ist viel wichtiger, als wenn du deine frühere körperliche Größe wieder erreicht hättest. Das ist nicht das ausschlaggebende, sondern das innere Wachstum. Das ist das Wichtigste. Und das hat bei dir stattgefunden.

Th: Und wenn dein Körper trotzdem wieder wachsen will und sollte, dann lädst du ihn dazu ein, nicht? Du willst es auf jeden Fall nicht verhindern, wenn er größer werden sollte.

Kl: Körper, ich bin nicht abgeneigt, wenn ich wieder ein paar Zentimeter größer werden würde. ... Na ja, meint er, man weiß nie.... Also, ich fühle mich in diesem Raum sehr wohl.

Th: Ja, sag’s dem Raum.

Kl: Raum, ich fühle mich in dir sehr wohl. Ich spüre, ich bin ein anderer Mensch geworden. Ich habe gelernt, das Wichtige vom Unwichtigen zu unterscheiden. Prioritäten zu setzen, mich nicht von anderen abhängig zu machen. Nicht sein zu wollen, wie die anderen mich gerne sehen wollen. Sondern ich bin ich geworden. Ich bin selbstbewußt geworden - Musik -

Th: Hast du eine Botschaft an andere Menschen, die vielleicht an der gleichen Stelle stehen?

Kl: Ja, ich habe eine Botschaft: Ihr lieben Menschen, die ihr Krebs habt - und ich weiß, in welcher Situation ihr euch befindet - wenn ihr ganz tief im Inneren spürt, einen Weg gefunden zu haben, der euch hilft, den Krebs zu überwinden, so habt Mut, Vertrauen und geht unbeirrt euren Weg. Laßt euch nicht von anderen beeinflussen. Das ist das Allerschlimmste, denn dann treten Zweifel auf und Unsicherheit - ihr werdet wankelmütig. Es wird Zeiten geben, da geht ihr durch die Hölle und ihr möchtet verzweifeln und aufgeben. Ich sage euch: Steht wieder auf, wenn ihr am Boden liegt. Straucheln kann jeder Mensch, umfallen kann jeder Mensch, aber steht wieder auf und geht unbeirrt euren Weg weiter, nur so werdet ihr das Ziel erreichen, das ihr euch gesteckt habt. Und ihr werdet ans Ziel kommen, denn der Weg allein ist schon euer Ziel. - Musik - Ich bin immer noch im Raum und unterhalte mich über die Zeit, die ich durchgemacht habe und erzähle, wie es mir oft schwergefallen war. Und wie ich mich dann wiedererinnert habe, daß ich kämpfen will - die Botschaft der Metastasen. Und daß ich durchhalte. Und wenn ich glaubte, vom Weg abzukommen, tauchte der Zweifel auf, in Gestalt des alten Mannes und drohte mit dem Zeigefinger. Und dann bin ich wieder auf den Weg gekommen. Und immer wenn ich unsicher war, erinnerte ich mich irgendwie an eine Begebenheit dieser inneren Reise und sie half mir, wieder vorwärts zu gehen. Das erzähle ich und sie erzählen mir, wie sie mir immer zur Seite standen und wie sie mich über die ganze Zeit begleitet haben. Und sie haben gesehen, was ich durchgemacht habe und sie haben auch meinen Mut bewundert und meine Entschlossenheit und wie ich gekämpft habe.

Th: Ja, und dann laß mal einige Zeit vergehen in diesem Raum und schau mal, was sich verändert im Laufe der Zeit.

Kl: Ich fühle mich immer kräftiger, immer gesünder. Ich habe mich von der Fastenkur gut erholt, ich habe an Gewicht zugenommen. Ich gehe wieder mal zur Nachsorgeuntersuchung. Es wird wieder ein Knochenszintigramm gemacht. Das ist ganz frei - keine schwarzen Punkte. Ich sehe das ungläubige Staunen der Assistentinnen, die die Aufnahmen schießen. Jetzt bin ich bei dem Arzt.

Th: Und schau mal, diese Bilder entstehen in dir von selbst, das ist kein Wunschdenken. Das heißt, in dir weiß alles, es ist jetzt so angelegt, es entwickelt sich darauf hin. Das ist immer ganz wichtig. Das ist jetzt kein Schöndenken einfach nur. Denn wenn es nicht ginge, könntest du es dir nicht vorstellen. Und dadurch daß die Bilder so klar und eindeutig kommen ohne dunkle Flecken, dadurch hat es auch tatsächlich die Wirkung, daß es so ist - das erlebe ich immer wieder.

Kl: Der Arzt will es nicht wahrhaben, er sagt: Ist das Szintigramm vertauscht worden? Er kann es einfach nicht glauben. Er gratuliert mir, sagt, das ist eine Remission. Ich sage, ja Herr Doktor, das ist eine Remission. ... Jetzt kommt auf einmal wieder die rote Wirbelsäule und sagt, das war einfach etwas Wunderbares - diese Lebensenergie einfließen zu lassen.

Th: Dann laß dir mal einen Hinweis geben von der Wirbelsäule, wie häufig du das machen kannst, sollst. Denn das kannst du auch zuhause für dich machen.

Kl: Sie sagt: Jeden Tag. Jeden Tag, jeden Tag, jeden Tag, jeden Tag. Je öfter, desto besser, sagt sie, sie braucht das. Sie lechzt danach.

Th: Mach es und das hat wirklich eine ganz intensive Wirkung. Es ist so.

Kl: Jetzt schreien die anderen Organe: Wir wollen auch von der roten Farbe, wir wollen auch von der roten Farbe. ... Ja, ihr bekommt auch rote Farbe. Alle Organe, der ganze Körper, ihr bekommt alle die rote Farbe. ... Ja, er sagt, wir haben jahrelang auf diese Energie warten müssen. Wir waren ausgezehrt, wir waren schon fast am Ende, wir haben kaum noch Lebensenergie gehabt. - Musik - Die hast du uns verwehrt. Jetzt hast du es begriffen, die rote Farbe brauchen wir. Ihr bekommt sie alle.

Th: Und wenn du willst, kannst du auch ab und zu mal fragen, ob sie eine andere Farbe bräuchten. Das kann sich auch mal verändern.

Kl: Ja, die Elfen sitzen um mich herum und sehen zu, wie die rote Farbe in mich hineinfließt.

Th: Ja, und ich würde gerne zum Abschluß nochmal mit deinem Schutzengel reden, ob wir was übersehen oder vergessen haben. Laß ihn nochmal da sein.

Kl: Ja, er ist da. ... Lieber Schutzengel, hab ich noch irgendwas vergessen, was noch wichtig ist? Sollte ich noch irgendwas anschauen? Bitte gib mir eine Antwort. Er sagt, ich soll das, was ich auf meiner inneren Reise erlebt habe, erst einmal wirken lassen. Es ist viel geschehen und der Körper muß es jetzt erst richtig verarbeiten.

Th: Ja, das ist auch mein Gefühl. Mein Grundgefühl ist, das jetzt wirklich so stehen zu lassen. Es fühlt sich sehr stimmig an, sehr rund, sehr schön. Und vielleicht kannst du dir nochmal einen Hinweis geben lassen, wie lange du es wirken lassen sollst, bis du nochmal eine Session machst, um nachzuschauen, was sich verändert hat, oder ob noch etwas Neues aufgetaucht ist.

Kl: Mein Schutzengel sagt: 2 Monate.

Th: Ja, und dann frag ihn mal - ich würde gerne deine Geschichte zusammenfassen und alles was persönlich ist an Fakten und Daten herauslassen, damit man nicht erkennt, daß du es bist - und sie dann veröffentlichen. Ich möchte nur diese Struktur der Veränderung veröffentlichen, um anderen Menschen Mut zu machen.

Kl: Ja, ja. ja. Ja, ja, ja, sagt er.

Th: Schön, ist das auch in deinem Sinne?

Kl: Ja. Wenn ich damit anderen Menschen helfen kann, dann ja.

Th: Ja, weißt du, es mußt immer Menschen gehen, die den Weg vorgehen, um zu zeigen, wie es geht. Um zu zeigen, es ist gar nicht so schwierig, es ist schön und es ist hilfreich - dann trauen sich auch andere. Es braucht immer so ein paar Pioniere. Und es sind schon viele Leute diesen Weg gegangen und es werden immer mehr. Du bist ganz schnell, ganz mutig gegangen. Das fand ich ganz toll. Und es war ganz stimmig in sich. Ich bin selbst ganz begeistert. ... Ja, frag ihn mal, den Schutzengel, ob er noch einen Hinweis hat, für mich oder für andere.

Kl: Er sagt: Nein, im Moment nicht, nur andere sollen das lesen, was ich jetzt in der Reise erlebt habe.

Th: Ja, dann bedanke ich mich sehr bei ihm.

Kl: Dhyan bedankt sich und ich bedanke mich auch aus tiefstem Herzen. Danke. Er sagt, du sollst so weitermachen.

Th: Ja, das mache ich auch gerne.